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Dieselverschwörung evident

<link http: www.world-economy.eu pro-contra details article gastkommentar-muss-rudolf-diesel-auf-die-anklagebank>www.world-economy.eu/pro-contra/details/article/gastkommentar-muss-rudolf-diesel-auf-die-anklagebank/

Da in den letzten Monaten die indirekten (untergriffigen) und direkten Angriffe auf die europäische Automobilindustrie zugenommen haben und insbesondere bezüglich Dieselfahrzeugen oft unkritische Meldungen über Anklagen, Gerichtsverfahren, Verbote und neue Steuern die Zeitungen füllen, ist es an der Zeit einige Hintergründe der ‚Dieselhatz‘ anzuleuchten. 

Ich nehme hierbei meine Legitimation aus meiner langjährigen Beschäftigung mit erneuerbaren Treibstoffen und den erduldeten Verhinderungsstrategien der Mineralölwirtschaft zusammen mit der Autoindustrie sowie der Handlangung durch die Behörden. Dies soll als Vorspann kurz angeleuchtet werden.
Als in den Siebzigerjahren dem Benzin bis zu 2 % Methanol beigemengt und gleichzeitig Ethanol verhindert wurde, zeigte ich auf, dass Methanol ein schweres Nervengift ist, das im Labor mit einem Totenkopf zu kennzeichnen und in versperrbaren Schränken aufzubewahren ist. Lange wurde behördlicherseits argumentiert, dass man deshalb nicht einschreiten könne, weil es sich um wechselnde Gemische handle, die eine eindeutige Feststellung von zulässigen maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen (MAK-Werten) nicht zulasse. Methanol aus sonst abgefackelten Methan (insbesondere aus Saudi-Arabien) war billig und erlaubte die Treibstoffe zu strecken.

Erst die Drohung mit einer Klage bewirkte ein Einschreiten der Behörde.
Parallel ging eine viel gravierendere Ethanol-Verhinderung: Der Direktor der Textilfachschule in der Spengergasse teilte mir mit, dass er „einen zerronnenen Sisalteppich“ in Händen habe.
Ich sagte ihm, dass er den sensationellen Fund eines Zellulose-Spalters gemacht habe. Er solle den Teppich in ein neutrales Behältnis geben, und ich würde ihn persönlich abholen.
Mein Gedanke war sofort: Wir könnten mit einem geeigneten Zellulose-Spalter aus Abfallbiomasse billiges Ethanol erzeugen und so billigen Chemierohstoff und Treibstoff für Verbrennungsmotoren (den Namen „Biosprit“ habe ich kreiert) zur Verfügung haben.
Eine Recherche ergab, dass in Kanada eine ähnliche Entdeckung gemacht worden war. Da unser Stamm eine höhere Aktivität als deren Pilz hatte, entwarfen wir sofort ein Forschungsprojekt. Dieses wurde von unseren Konzernherren der ÖMV vorgelegt, die – die Gefahr erkennend – ein vernichtendes Urteil abgab, worauf wir unseren Stamm buchstäblich in den Kanal schütten mussten. Die Kanadier forschten weiter und verkauften ihr Projekt um  um einige hundert Millionen Dollar an Shell – mit der Konsequenz, dass die geschäftsstörende Forschung stillgelegt wurde.
Zusätzlich wurde behauptet, dass Ethanol nicht für Dieselmotoren geeignet sei. Mein Freund, der leider schon verstorbene damalige Leiter des Motorenprüfstandes des ÖMV, Dipl.-Ing. Aurelius Marhold, zeigte mir jedoch einen „seidenweich“ (seine Ausdrucksweise) laufenden Rein-Ethanol-Dieselmotor, schärfte mir aber ein, niemanden etwas davon zu sagen, weil er sonst seinen Posten los sein würde.
Mit diesem Wissen im Hintergrund machten wir bei der FAL-Braunschweig-Völkenrode (Es ist dies die gut ausgestattete ehemalige Reichsluftfahrtanstalt.), die einen Motorenprüfstand und eine Testflotte hatte, Versuche mit der Beimengung von Ethanol zu Diesel. Bei 20 % Beimengung hatten wir Ruß-freie Abgase und kaum eine Leistungsminderung. Der chemisch-bürtige Sauerstoff bewirkte eine vollkommenere Verbrennung. Als wir mit diese Ergebnisse zuhause vortrugen, wurde uns unterstellt, dass wir nur den Biosprit in Spiel bringen wollten und außerdem sei ein Zweistoff-Tanksystem zu teuer. Also wieder ein Abwürgen.

Auf dem Hintergrund dieser Praktiken kann man – ohne ein Verschwörungstheoretiker zu sein - mehrere Antidieselinteressen identifizieren.
a) Die US-Autoindustrie ist in Schwierigkeiten. Sie erzeugt vornehmlich noch immer Beninmotoren, die einen hohen Treibstoffverbrauch aufweisen und gemäß europäischen Standards ‚Dreckschleudern‘ sind. Sie greift nun mit staatlicher Unterstützung die europäischen Konkurrenten bei deren Schwachstellen an und hat es insbesondere auf den in Europa hochentwickelten Dieselantrieb abgesehen.
Das jüngste 38. internationale Motorensymposium in Wien hat jedoch gezeigt, dass der Dieselmotor nicht nur energiesparender ist, sondern auch mit guten Abgaswerten gestaltet werden kann.
b) Ein wichtiger Nebeneffekt ist auch, dass man mit einem Dieselverbot die Pflanzenölmotoren trifft, die sich zu beachtenswerten Konkurrenten der Mineralölindustrie entwickeln – insbesondere in der Landwirtschaft.
c)  Dazu kommt das Interesse der Staaten an höheren Einnahmen durch Straf-Steuern auf Dieseltreibstoff und Dieselfahrzeuge.
Man ist versucht, gedanklich auf das Schicksal von Rudolf Diesel zurückzugreifen, der die Früchte seiner „Neuen rationellen Wärmekraftmaschine“ vor allem ob der angloamerikanischen Praktiken nicht ernten konnte und auf der Überfahrt nach England in Wasser ging.
Es ist bedrückend zu sehen, wie sich die europäischen Regierungen und Behörden sowie die Justiz vor den US-Wagen gegen die eigene Automobilindustrie spannen lassen, statt zur berechtigten Gegenoffensive anzutreten. Dabei steht als Hausaufgabe auch die stärkere Einbindung von Biosprit in Zusammenarbeit mit der AVL List  an.   

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