Zum Weltkriegsgedenken: Russen starten Autokolonne nach Sachsen

Mehrere 100 Menschen, darunter
auch Weltkriegsveteranen und ausländische Militärattachés, kamen am
Samstag zum Start der Kolonne.

Die Aktion habe keinen politischen Hintergrund, sondern solle den
Triumph der Roten Armee über den Faschismus würdigen, sagte einer der
Organisatoren in Moskau der Deutschen Presse-Agentur. Die Kolonne
solle aber in einer schwierigen Zeit wegen der Ukraine-Krise zeigen,
dass damals West und Ost gemeinsam gekämpft hätten.

In Torgau an der Elbe hatten sich am 25. April 1945, wenige Tage vor
Deutschlands Kapitulation, sowjetische und amerikanische Truppen im
Kampf gegen die Nazis getroffen. Die Sowjetunion verzeichnete im
Weltkrieg mit etwa 27 Millionen Toten die größten Opferzahlen.

Die rund 100 Teilnehmer der Autotour sollen pünktlich zum Jahrestag
in Torgau eintreffen. Neben modernen Maschinen nehmen auch
historische Militärfahrzeuge teil. Die Aktion wird von russischen
Gruppen organisiert, die sich für Belange der Armee einsetzen.
Unabhängig davon plant der russische Rockerclub Nachtwölfe kommende
Woche eine im Westen kritisierte «Siegesfahrt» nach Berlin.

( dpa)