Boston (dpa) - Der am Dienstag nahe der US-Metropole Boston
erschossene Terrorverdächtige wollte einem Zeitungsbericht zufolge
einen Polizisten köpfen. «Wir wussten, dass der Plan gestoppt werden
musste», sagte ein namentlich nicht genannter Strafverfolger laut
einem Bericht des «Boston Globe» vom Mittwoch.
Die Polizei hatte am Dienstag einen mit einem großen Messer
bewaffneten 26-Jährigen auf einem Parkplatz bei Boston erschossen. Er
hatte sich der Polizei zufolge mehrfach geweigert, das Militärmesser
abzulegen. Durch Geheimdiensterkenntnisse hätten Polizei, FBI und
Terrorfahnder von dem mutmaßlichen Plan gewusst. Der Getötete sowie
ein weiterer Verdächtiger, der am Dienstagabend festgenommen wurde,
hätten seit Wochen unter Beobachtung gestanden.
Die Polizei habe den 26-Jährigen lediglich befragen wollen, sagte
Polizeichef William Evans am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. «Wir
hätten nie erwartet, was seine Reaktion sein würde und dass er ein
Militärmesser zücken und auf die Beamte zugehen würde.» Der Mann war
zuletzt rund um die Uhr von den Fahndern beobachtet worden.