Unsere sichtbare Welt ist in eine krisenhafte Unordnung und Orientierungslosigkeit geraten. Politische Führer versagen auf breiter Front. Herrschende Glaubenssysteme stehen zur Disposition. Wir müssen lernen, den uralten, überzeitlichen Weisheitslehren zu vertrauen, um in unserem innersten Universum das Gefühl unserer Ur-Heimat nachhaltig wiederzuerlangen.
Roland R. Ropers, Kolumnist WORLD ECONOMY , Sprach- & Kulturphilosoph, Begründer der ETYMOSOPHIE
Alle spirituellen Meister lehren den Weg des absichtslosen Handelns, chinesisch: wu-wei. 
Das Wort Absicht ist zunächst einmal sehr schwer verständlich, denn es hat mit Sicht, mit sehen zu tun.
deutsch: Absicht absichtlich absehen absehbar absichtslos
englisch: intention intentional to dispense foreseeable
lateinisch: voluntas sciens omittere insciens
Die Absichtslosigkeit ist ein Wegsehen, ein Abstandnehmen von einseitig zielgerichtetem Handeln, Abwendung von Anstrengung Anspannung. Das englische Wort intention hat mit lat. intendere (anspannen, steigern, streben, wenden) zu tun. Der Lateiner drückt seine Absicht mit voluntas (= Wille) aus und benutzt das entsprechende Adjektiv sciens, das wörtlich wissend bedeutet. Interessant wiederum wird es beim Verb absehen: engl.: to dispense (dispensieren) und lateinisch omittere (auslassen). Der Engländer kennt bis zur Stunde kein einleuchtendes Wort für absichtslos, während der Lateiner sich mit insciens (unwissend) behilft.
Das Freigehege der Sprachverwirrung ist unermesslich groß.
Lao Tse beruhigt uns in seinem 48. Kapitel des TAO TE KING
(Laotse Tao te king Das Buch vom Sinn und Leben Übersetzt von Richard Wilhelmttp://www.iging.com/laotse/laotsed.htm: )
„Im Streben nach Gelehrsamkeit kommt jeden Tag etwas hinzu. Im Streben nach dem WEG wird jeden Tag etwas weniger. Vermindere und vermindere weiter,
Bis nichts mehr getan werden muss.
Wenn nichts getan wird, bleibt nichts ungetan.
Die Welt wird durch Nicht-Eingreifen regiert.
Sie kann nicht durch Eingreifen regiert werden.“ 
Das TAO, der WEG ist beständig ohne Aktion (wu-wei), wodurch es nichts gibt, was nicht geschieht.
( Tao ist der Ursprung, die Quelle, Anfang und Ende, das Ziel. Das Tao entsteht aus sich selbst, weitet sich aus und alles kehrt zum Tao zurück.)
Und Chuang-Tse sagt so weise:
„Alle vollkommenen Dinge stammen aus dem Nicht-Tun. Deshalb heißt es: Himmel und Erde tun nichts, aber es gibt nichts, das sie nicht täten.“
Bilder: @depositphotos / WE
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