Hannover (dpa) - Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat wenig Hoffnung auf eine gesamteuropäische Lösung der Flüchtlingskrise. «Die scheint im Moment nicht sehr realistisch zu sein. Wir haben den allerbesten Willen, wir verhalten uns im Konzert der europäischen Länder ziemlich vorbildlich», sagte Weil am Dienstag dem Hörfunksender NDR 1 Niedersachsen.
Er hoffe, dass das Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Abend zur Entschärfung der Lage in den Bundesländern beitragen könne. «Die Grenzkontrollen sind nur eine Atempause, das ist keine Lösung», sagte der Regierungschef weiter. Die Hilfsbereitschaft der Menschen sei aus seiner Sicht ungebrochen. Aber: «Ich kann gut verstehen, wenn die Bürgerinnen und Bürger sagen: So, jetzt wüssten wir ganz gerne von der Politik, wie es weitergehen soll.»