Washington (dpa) - Der Chef der Terrorgruppe Chorasan, Muhsin
al-Fadli, ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bei einem
Militärschlag in Syrien getötet worden. Chorasan ist eine kleine,
aber als hochgefährlich eingeschätzte sunnitische Terrorgruppe, die
von Al-Kaida-Veteranen gegründet wurde. Sie ist eng mit der im
syrischen Bürgerkrieg kämpfenden Al-Nusra-Front verwoben.
Al-Fadli sei am 8. Juli in einem Auto bei Sarmada unterwegs gewesen,
als er getötet worden sei, berichtete der Pentagon-Sprecher Hauptmann
Jeff Davis am Dienstag. Chorasan plane in Syrien Anschläge auf die
USA und ihre Verbündeten. Al-Fadli sei einer der wenigen gewesen, die
vorab von den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York und
Washington informiert gewesen seien.
Al-Fadlis soll unter dem Dach der Chorasan Dschihad-Veteranen aus
Pakistan, Afghanistan, Nordafrika und dem Jemen vereint haben. Er
soll ein enger Mitarbeiter des - später von einem US-Militärkommando
getöteten - Al-Kaida-Gründers Osama bin Laden gewesen sein. Davis
zufolge war Al-Fadli auch mitverantwortlich für die Angriffe 2002 auf
US-Marines in Kuwait und auf das französische Schiff «Limburg».