New York (dpa) - Nach immer heftigeren Missbrauchsvorwürfen gegen
Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik sieht der
UN-Sicherheitsrat dringenden Reformbedarf. Das derzeitige System zur
Verhinderung sexueller Übergriffe von Blauhelmsoldaten reiche
offensichtlich nicht aus, sagte die US-Botschafterin bei den
Vereinten Nationen, Samantha Power, am Donnerstag (Ortszeit) in New
York. «Das System, so wie es jetzt ist, hat viele Lücken.» Es müsse
umsichtiger und transparenter werden. Zuvor hatte der Sicherheitsrat
hinter verschlossenen Türen über das Thema beraten.
Bei einer Videokonferenz habe UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den
Leitern aller Blauhelm-Missionen am Donnerstag noch einmal deutlich
gemacht, dass die Vereinten Nationen sexuellen Missbrauch nicht
tolerierten, sagte sein Sprecher. Alle Verantwortlichen würden zur
Rechenschaft gezogen. Zuvor hatte Ban am Mittwoch den Leiter der
Mission in der Zentralafrikanischen Republik, Babacar Gaye,
entlassen. In den vergangenen Monaten waren immer wieder
Missbrauchsvorwürfe gegen Soldaten vor allem in der
Zentralafrikanischen Republik laut geworden.