Genf (dpa) - Rund 137 000 Menschen sind im ersten Halbjahr übers
Mittelmeer nach Europa geflüchtet. Das seien fast doppelt so viele
wie in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres, teilte das
UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Mittwoch mit. Jeder dritte
Flüchtling stammte aus Syrien, sehr viele Menschen kamen außerdem aus
Afghanistan und Eritrea.
Die meisten von ihnen seien wegen Kriegs, Konflikten und Verfolgung
geflohen, hieß es. «Angesichts der Debatten in Europa über den besten
Umgang mit dieser zunehmenden Krise muss klar sein: Die meisten
Menschen, die übers Meer in Europa ankommen, sind Flüchtlinge, die
Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen», sagte
UN-Flüchtlingskommissar António Guterres.
