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Ukrainischer Präsident bekräftigt Wunsch nach Waffenlieferungen

Berlin (dpa) - Trotz intensiver diplomatischer Bemühungen auch der Bundesregierung in der Ukraine-Krise hat Präsident Petro Poroschenko den Wunsch nach westlichen Waffenlieferungen bekräftigt. Wichtig sei, dass die Ukraine Unterstützung bekomme, «und zwar nicht nur mit Worten», sagte er in einem Interview der «Welt» (Montag). Es gehe um Defensivwaffen. «Wir verteidigen hier nicht nur unser Land, wir verteidigen Freiheit und Demokratie», sagte er. «Wir kämpfen im Moment mit den Waffen des 20. Jahrhunderts gegen die Waffen des 21. Jahrhunderts. Und Russlands Militäretat ist 30 bis 45 mal größer als unserer.» Es gehe darum, «einen wirksamen Mechanismus der Abschreckung aufzubauen», erklärte der Präsident.

Die Bundesregierung und weitere Staaten lehnen Waffenlieferungen in die krisengeschüttelte Ex-Sowjetrepublik ab. Allerdings hat Kiew von westlichen Staaten schon erhebliche Mengen Militärgüter erhalten, darunter Humvee- Geländefahrzeuge. Die Außenminister Deutschlands, Russlands, der Ukraine und Frankreichs hatten am Samstagabend in Berlin über den Ukraine-Konflikt beraten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte nach dem Treffen, man sei «in einigen Dingen entscheidend vorangekommen».