Athen (dpa) - Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat
nach eigenen Worten vom Athener Parlament ein «starkes Mandat» für
Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern über ein neues
Hilfsprogramm erhalten. «Nun geht es darum, die Gespräche mit einem
positiven Ergebnis abzuschließen», betonte der Regierungschef am
Samstag nach der Abstimmung.
Das Parlament hatte am frühen Morgen der Regierung die Vollmacht
erteilt, über weitere Spar- und Reformmaßnahmen mit den Gläubigern zu
verhandeln und eine Einigung zu unterzeichnen. 251 Abgeordnete
stimmten mit Ja, 32 stimmten dagegen und acht enthielten sich der
Stimme.
Die Regierung zeigte sich besorgt darüber, dass 17 Abgeordnete von
Tsipras’ Linksbündnis Syriza an der Abstimmung nicht teilnahmen, sich
enthielten oder mit Nein votierten. Die Lage sei besonders
problematisch, weil zwei Kabinettsmitglieder und die
Parlamentspräsidentin unter den Abtrünnigen seien, verlautete aus
Regierungskreisen. Tsipras betonte, nun gehe es zuerst darum, eine
Einigung mit den Gläubigern zu erzielen. «Alles andere kommt danach
zu seiner Zeit an die Reihe.»
