Trump gibt der Welt die Sporen

Von Willy Wimmer

Die große Nachricht am Freitag war die Entscheidung der USA, den beiden Todfeinden der Vereinigten Staaten - Kanada und Mexiko - Zölle in Höhe von 25% aufzuerlegen, sowie einen Zoll von 10% auf ihren weitaus weniger feindseligen Verbündeten - die Volksrepublik China. Weder in Kanada noch in Mexiko werden iPhones hergestellt. Angesichts der umfangreichen Wahlkampfspenden von Tim Cook und Apple, die noch frisch im Gedächtnis und im Herzen des neu eingesetzten amerikanischen Regierungschefs sind, sieht der US-Präsident China weitaus positiver als seine beiden tödlichen nordamerikanischen Nachbarn. Denn um "Amerika wieder groß zu machen", muss die optimale, bewährte Strategie angewandt werden, die der brillante chinesische Militärstratege Sun Tzu in seinem 1060 n. Chr. geschriebenen Buch "Die Kunst des Krieges" ausführlich beschrieben hat. Die als "Teile und herrsche" bekannte Taktik wird vom Autor von "The Art of the Deal" meisterhaft demonstriert, indem er Kanadas ölreicher Provinz Alberta eine Befreiung von den Zöllen gewährt. Das ist insofern ein genialer Schachzug, als er die schlaffe liberale Regierung dazu zwingen wird, den Albertanern ein bequemes Nebengeschäft mit "the Donald" zu untersagen, das Land in "West-gegen-Ost"-Fraktionen aufzuspalten und das Narrativ vom "51sten Staat" in die Schlagzeilen zu bringen.

 

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