ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Kugelschreiber liegt am 11.05.2012 in Stuttgart auf dem baden-württembergischen Verfassungsschutzbericht neben dem Schriftzug "Salafismus". Foto: Marijan Murat/dpa

Spezialkräfte nehmen mutmaßlichen Islamisten in Wuppertal fest

Wuppertal/Aachen (dpa) - Spezialkräfte der Polizei haben im
nordrhein-westfälischen Wuppertal einen mutmaßlichen Islamisten
vorläufig festgenommen. Eine «offenbar unmittelbar bevorstehende
Ausreise» in das syrisch-irakische Kriegsgebiet sei dadurch
verhindert worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der am
Dienstagabend festgenommene 21-Jährige sei in Aachen gemeldet und
bewege sich in der extremistisch-islamistischen Szene. Die Stadt habe
ein Ausreiseverbot verfügt. Zudem sollte der Reisepass eingezogen
werden.

Der 21 Jahre alte Mann werde als gewaltbereit eingeschätzt und sei
als Träger von Waffen auffällig geworden, teilte die Polizei mit. Als
die Spezialkräfte den Mann ansprachen, sei er zunächst geflüchtet und
habe sich massiv gewehrt. Die Ermittler stellten ein Messer sicher.
Der Festgenommene hat die deutsche und die türkische
Staatsangehörigkeit. Eine polizeilich bekannte Begleitperson des
21-Jährigen wurde ebenfalls vorläufig festgenommen.

Wuppertal gilt als Hochburg radikaler Islamisten. Im vergangenen Jahr
hatte zudem die Patrouille der selbst ernannten «Scharia-Polizei» für
bundesweites Aufsehen gesorgt.