Sinkende Russland-Verkäufe ziehen Electrolux ins Minus

Stockholm (dpa) - Starke Verkaufsrückgänge in Russland haben den
Gewinn des schwedischen Haushaltsgeräte-Herstellers Electrolux zum
Jahresbeginn einbrechen lassen. Nachdem das Unternehmen 2014 noch mit
einem satten Plus abgeschlossen hatte, ging der Ertrag im ersten
Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 339
Millionen Kronen (36 Mio Euro) zurück. Das teilte Electrolux am
Freitag in Stockholm mit.

Der Umsatz hingegen konnte dank günstiger Wechselkurs-Effekte erhöht
werden. Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 legten die Nettoverkäufe
um 13,5 Prozent auf 29 Milliarden schwedische Kronen (3,1 Mrd Euro)
zu. Die aus eigener Kraft erwirtschafteten Erlöse gingen jedoch um
ein halbes Prozent zurück.

In Europa sei die Nachfrage stabil, die Entwicklung in Russland
drücke aber die Zahlen nach unten, erklärte Unternehmenschef Keith
McLoughlin: «Großbritannien und Deutschland entwickelten sich
besonders erfreulich, während der russische Markt stark
zurückgegangen ist. Ohne Russland wuchs der Markt um 4 Prozent.»

In Nordamerika werde das Geschäft von Electrolux zudem noch immer
durch die Umstellung der Produktpalette bei Kühl- und Gefriergeräten
negativ beeinflusst. Diese war durch die Einführung neuer
Energiestandards notwendig geworden. Rückgänge gab es auch in
Brasilien und Lateinamerika. In Asien und Australien hingegen zogen
die Verkäufe kräftig an.