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Seismische Lage im Armenischen Bergland

Armenien - ein Land im hinteren Kaukasus, das keinen Zugang zum Meer hat. Es liegt im Nordosten des Armenischen Hochlandes, welches auch „Historisches Armenien“ genannt wird. Die erste armenische Zivilisation und Staatlichkeit ist unter dem Namen „Aratta“ bekannt (XXX-XXVII v.Chr.). In verschiedenen Schriftstücken, darunter einigen antiken sumerischen Dichtungen, ist von einem Staat Aratta die Rede, was laut den sumerischen Quellen der antike Name Ararats ist. 

Dr. Martik Gasparjan, Vize-Präsident der Internationalen Akademie für die Geistige Einheit der Völker der Welt (Academy of Spiritual Unity of Nations of the World).

In vielen Jahrtausenden der weltweiten Wanderungen sind viele Zeugen der Geburt des armenischen Volkes nach und nach verloren gegangen - die antiken Ägypter, Sumerer, Hethiter, Chaldäer, Phrygier, Lydier, Luwier, Hurriter und viele andere Völker. Es blieben einige Wenige zurück - Griechen, Juden, Perser, Armenier, Inder, Chinesen und eine Hand voll Assyrer. Die Armenier kommen aus einer Zeit, in der es nicht nur keine zeitgenössischen europäischen Völker gab, sondern sogar die Völker der Antike - Römer und Hellenen - grade erst im Begriff waren zu entstehen.Dabei finden sich für den gesamten Zeitraum ihrer Geschichte Keilschriften mit Erwähnungen antiker Namen für Armenien, davon sind etwa 30 noch älter als die berühmte Behistun-Inschrift. Die erste Erwähnung gab es schon im 24-23 Jh. v. Chr. Die Herrscher des Reichs von Akkade, der  Dynastiegründer Sargon von Akkad und sein Enkel Naram-Sîn erwähnen das Land Armani, was zu den ältesten Variationen des Namens Armenien gehört. Das armenische Territorium liegt im Wirkungsbereich einer jungen Alpidischen Orogenese, was zu anhaltenden Gebirgsbildenden Prozessen führt - ein Grund für zerstörerische Erdbeben. 

Laut den Forschungsergebnissen der Armenischen Vereinigung für Seismologie und Physik waren 94% der auf armenischem Boden stattfinden Katastrophen durch starke Erdbeben ausgelöst worden. Nach historischen Angaben, die eine Periode von fast 2000 Jahren umfassen, erreichte das stärkste Erdbeben in Armenien 10 Punkte auf einer 12-Punkte-Skala. Die Erdbeben werden durch die im Erdinneren statt finden Brüche ausgelöst. Diese liegen vergleichsweise nah der Oberfläche - in etwa 35 km Tiefe. Sehr intensive Erdbeben entstehen in etwa 10-15 km Tiefe, die Foreshok- und Aftershokaktivität sind dabei vergleichsweise niedrig. Die seismische Zone mit acht Punkten auf der Magnitudenskala liegt auf ca. 70% des armenischen Territoriums, mit sieben Punkten - 30 %.

Erdbeben im Armenischen Hochland und seiner Umgebung.

Im Jahr 718 nach armenischer Zählung (1269) wurde Kilikien von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht. Viele Dörfer verwandelten sich in Ruinen. Am meisten haben die Bewohner des Berges Sev-Ler darunter gelitten, die uneinnehmbare Festung Sarwandav zerfiel zu Ruinen und alle ihre Bewohner sind umgekommen. In dem heiligen Kloster Arkakagni wurden alle Mönche unter den Steinen Begraben. In den Bergregionen wurde neben vielen anderen auch die Festung Dagnkar zerstört, die Erde klaffte an mehreren Orten auseinander. Auch das Erdbeben von Spitak, 1988, war zerstörerisch, vor allem im Norden des Landes: viele Ortschaften, darunter Gümri - die zweitgrößte Stadt der Republik - wurden komplett von der Landkarte getilgt 

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