Schiffeversenken, Brücken- und Öl-Monopoly – mein Sudelbuch im Oktober 2026

 Von Helmut Roewer

1. Oktober 2026

Gestern ruft mich W. vom Niederrhein an. Er sagt, es sei so verdächtig still im Lande. Stimmt. Alles, was an der Macht ist, ist bestrebt, eine Vertagung in die Wege zu leiten, um das Überlaufen des Fasses zu verhindern. 

Tausendundeine Nacht: Eine Passagiermaschine aus dem Golf nach Israel unterwegs wird zur Notlandung in Arabien gezwungen, nachdem der Copilot den Piloten niedergestochen hatte, um dann selbst von tapferen Israelis überwältigt zu werden. Ich weiß, ich bin ein Spielverderber, denn ich frage: a) Wie kamen die Helden ins verschlossene Cockpit, und b) wer flog das Flugzeug nach dem Ausfall der Piloten und notlandete damit am Boden? Sicherlich nicht der Autopilot. 

 

2. Oktober 2026

 

Wir befinden uns in der Phase schreierischer Propaganda-Erzählungen, die beiden (oder sollte man sagen: drei?) Kriege betreffend. a) Russland ist der Hauptfeind und wird alsbald einknicken, b) die Straße von Hormus ist in US-amerikanischer Hand, c) die Saudis haben die Huthis im Griff. Legt man mit aller Vorsicht den Maßstab belegbarer Fakten an, sieht die Welt etwas anders aus. 

  1. Im Ukraine-Konflikt fügt Russland der übrig gebliebenen Ukraine wüste personelle, wirtschaftliche und militärische Schäden zu. Jetzt hat es zu Wochenbeginn erstmals (und mit Erfolg) die DnjeprBrücken in Kiew angegriffen. Das Land ist praktisch zahlungsunfähig, das Export-/Import-Geschäft weitgehend lahmgelegt. Die nach wie vor stattfindende deutsche Hilfe sprengt nicht mehr zu stopfenden Löcher in den Bundeshaushalt. – Der Kanzler behauptete gestern, die Misere liege an der von Russland gelenkten AfD. Er hat natürlich recht, denn diese Partei bestimmt bekanntlich seit Jahr und Tag die Geschicke dieses Landes. 

 Im Iran-Krieg kündigt der Don erneut und wiederholt die Vernichtung Persiens nach den 

Zwischenwahlen an. Hiermit kontrastiert die fortgesetzte Behauptung, die Straße von Hormus seit für Tanker wieder ungehindert passierbar. Die Öl-Märkte sehen das trotz massiver einschlägiger Propaganda offenbar anders. Merke: Öl fließt nicht, wenn man das sagt, sondern wenn es fließt. Seltsam widerspricht das Business-as-usual-Geschrei der giftigen Forderung aus dem Weißen Haus an die EU, die Öl-Reserven in den Markt zu pumpen, um die Preise zu halten. 

 

  1. Das Saudische Öl fließt wieder. In den Export. Satelliten-Bilder lassen Zweifel aufkommen, dass es mit der Haupt-Ost-West-Pipeline wieder fluppt. Unabsehbare Kolonnen von Tank-LKWs wirbeln mächtige Staubwolken auf den Wüstenpisten auf. Auffällig auch der Aufbau von Umgehungs-Röhren um die zerstörten Pumpstationen. Die waren zuvor da, um den nötigen Transportdruck zu erzeugen. Jetzt sind sie nicht mehr in Betrieb. Allah allein wird den Druck nicht erzeugen. – Nach wie vor weigern sich andere Staaten, den Saudis gegen die Huthis zu Hilfe zu kommen. Nur in Tel Aviv scharren die üblichen Verdächtigen mit ihren Hufen. Stattdessen feiern die Irakis gestern ein Volksfest wg. des Abzugs der letzten US-Boys aus ihrem Lande. Sie waren jetzt 23 Jahre dort, um Demokratie und Menschenrechte zu bringen und im Gegenzug Öl-Lizenzen einzukassieren. Merke: Freiheit hat ihren Preis. 

  

3. Oktober 2026

 

Passend zum Feiertag wird eine gravierende Wahlfälschung in Berlin Spandau aufgedeckt. Dank eines sog. Versehens wurden die Zahlen des Wahlergebnisses aus einem Wahllokal zu Lasten der AfD drastisch falsch, und das Gesamtergebnis verändernd, weitergemeldet. Einfacher geht die 

Manipulation nicht. Ich behaupte das seit Jahr und Tag und kassierte dafür die üblichen 

Verschwörungs-Idiotien. Bin mal gespannt, wie das unseredemokratisch verfasste Berlin gegen die 

Beamtin vorgehen wird, der man diese faschistoide Korrektur verdankt. – Ein Staatsanwalt, der diese Amtsbezeichnung verdient, würde auf die Idee kommen, sich die Zahlen insgesamt vorlegen zu lassen. Ich weiß schon, das ist Quatsch. 

 Quatsch (2): Lara mit den Schlafaugen, dem Trump seine Schwiegertochter (regionaler Genitiv), die jetzt aus dem Propaganda-Apparat der Reps zu deren wichtigster Propaganda-Schmiede Fox-News übergewechselt ist, lässt dort den US-Energieminister versichern, dass es kein Problem mit dem ÖlFluss durch die Straße von Hormus gibt: heute mehr als vor dem Krieg. Wie zur Bestätigung dessen wird heute Nacht daselbst ein Tanker von einer See-Drohne getroffen. 

  

4. Oktober 2026

 

Irgendwie kann ich den Fritz ja verstehen, denn er nutzt den gestrigen Feiertag, um mit Gefolge nach Kiew zu reisen, ab der polnischen Grenze im Sonderzug. Alles ganz ohne lästige Bürger, die ihn fragen könnten, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, denn angeblich bringt er 1,3 Milliarden € im Geschenkpapier mit. Die gibt’s für Drohnenabwehr-Drohnen und für die notwendigen Reparaturen an Kraftwerken. Bei der Ankunft sagt er heute um sechs auf dem Bahnsteig: „Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns.“  

 

Fritz auf Reisen (2): Um dem Satz Geltung zu verschaffen, dass Krieg ein Geschäft ist, hat sich der 

Kanzler von 10 Rüstungsunternehmern begleiten lassen. Ich lese die Namen der Bosse von Helsing, 

Quantum und, nicht zu vergessen, Siemens Energy. Eine nette Dekoration ist die 

Wirtschaftsministerin, deren Namen ich mir nicht merken kann. Ist auch nicht so wichtig in dieser echten Männerrunde, wo es um einen formidablen Krieg geht. 

 Fritz auf Reisen (3): Kurz vor seiner Ankunft hat der Russe mit Erfolg die Nordbrücke von Kiew angegriffen. Der entsprechende Angriff auf die Südbrücke ist erst ein paar Tage her. Über die Wirkung dieses Angriffs, der den Trägerseilen der Hängebrücke galt, gehen die Angaben auseinander.  

 

5. Oktober 2026

 

Mir hat noch nie jemand erklären können, warum es eine gute Idee gewesen sein soll, Griechenland vor Jahrzehnten in die EWG aufzunehmen. Dann kam die herbeigelogene Aufnahme in den Euro, dann die Möglichkeit, mit Hilfe des Target II-Saldos in D für lau einzukaufen, dann das, was die Führerin die Euro-Rettung zu bezeichnen beliebte, und jetzt kommt die Forderung des griechischen Staatspräsidenten auf Zahlung von Weltkrieg-II-Reparationen. Es handelt sich um die Kleinigkeit von 600 Milliarden Euronen.  

Griechenland (2): In den alternativ-alternativen Medien (z.B. substack & Genossen) macht die 

Behauptung die Runde, dass die Bewohner des Gelobten Landes, respektive ihre Finanziers in den USA, zur Landnahme durch Grundstückskäufe in Griechenland und auf Zypern angesetzt haben. Falls das stimmt, schafft man sich dortzulande ein handfestes Rettungsboot für den Fall der Fälle. – Merke: Landnahme durch Kauf ist ein probates Mittel, das z.B. zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das heutige Palästina-Problem einmündete. Gleiches ist seit den 1990er Jahren durch den Aufkauf riesiger landwirtschaftlicher Nutzflächen in der Ukraine durch sog. US-Investoren zu beobachten, was die Entstehung und die Fortdauer des Ukraine-Konflikts anbelangt. 

 

6. Oktober 2026

 

Nehme mir die Zeit zu einer intensiven Recherche über die Ereignisse im Jemen-Krieg. Das Ergebnis ist frustrierend, denn die Meldungen aus den verschiedenen Ecken passen vorne und hinten nicht zusammen. Klar ist nur: Es besteht keine Einigkeit darüber, was und wo die Staatsgrenzen des Jemen sein sollen. Die britische Kolonialmacht konnte soviel Grenzen, wie sie wollte, in den Wüstensand zeichnen, die miteinander in Unfrieden lebenden Beduinenstämme scheint das wenig gejuckt zu haben. Ein letzte solche Grenzziehung erfolgte 1934. Sie sprach die vom Jemen beanspruchten Nordprovinzen dem Königreich der Saudis zu. Derzeit geht es unter anderem genau um diese Provinzen. 

 Arabien (2): Den exakten Stand der militärischen Operationen und der diplomatischen 

Begleitumstände weiß niemand zuverlässig zu beschreiben. Klar erscheint mir nur, dass die Ausbreitung des Herrschaftsgebietes der Huthis im Gange ist und saudi-arabische Luftangriffe gegen das Huthi-Gebiet stattfinden. Ob die Huthis im Gegenzug nach wie vor mit Erfolg gegen die saudische Öl-Infrastruktur vorgehen, ist umstritten. Die Bemühungen der Saudis, Verbündete in ihrem Krieg gegen den Jemen zu finden, haben auf kleinster Flamme Unterstützung aus Griechenland und GB eingebracht – angeblich Tankflugzeuge, deren Nutzen mit nicht recht einleuchten will. 

 

Arabien (3): Der behauptete Flugzeug-Entführungsfall der Boeing auf dem Wege von Dubai nach Israel macht weiterhin Schlagzeilen. Dank Benjamin N. wissen wir nun, dass ein an Bord befindlicher Israeli, von Beruf Klempner, durch sein beherztes Eingreifen der Sache zu einem guten Ende verhalf. 

Vielleicht sollten sich andere Gesellschaften hieran ein Beispiel nehmen, und weltweit Klempner zu Freiflügen einladen. Lästerzungen bemerken, dass die ins Netz gestellten Video-Schnipsel belegen, dass nach den wüsten Flugbewegungen die Wassergläser auf den Klapptischen völlig unbeeindruckt ihre Position beibehalten hatten. Vermutlich ein Fall von Schwerem Wasser, das die Atommacht 

Israel seinen Bürgern auf Reisen mitgibt. Gut zu wissen ist auch, dass der Entführer nicht sein 

Taschenmesser nutzte, um auf den Piloten einzustechen, sondern die im Cockpit befindliche Not-Axt. Schließlich noch dies: Heute Nacht schlagzeilte es, dass das Ziel der Entführung ein Kamikaze-Angriff auf eine der US-Basen am Rande der Wüste war. Jetzt ist der Bibi wieder dran, der verkündet hatte, wenn sich das herausstelle, werde der Hintermann, nämlich der Iran (wer sonst?), angegriffen werden. Nun denn, wir warten. 

 

Arabien (4): Die Werft in Kiel (früher Howaldtswerke-Deutsche Werft, jetzt TMS) hat vergangene Woche ihr siebtes oder achtes U-Boot an Israel ausgeliefert. Diese Existenz-Recht-Bewahrer dienen dazu, Atom-Sprengköpfe für den Bedarfsfall auf hoher See zu stationieren. 

 

Ostfront: Der Kanzler-Kurztrip nach Kiew vorgestern löste daselbst ein ukrainisch-deutsches Wirtschaftsforum (das Kind muss halt einen Namen haben) aus. Am Rande dessen verkündete der kleine Mann, dass sein Land die Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verschärfen werde. Da wird sich der Don im fernen D.C. aber freuen, denn vor Tagen erst hatte er den Amerikanern erzählt, dass die explodierenden Dieselpreise an genau diesen Angriffen liegen würden. 

 

Ostfront (2):Hierzu passt die Eröffnung einer amerikanischen Waffenschmiede in Leipzig, wo ab 2027 1.000 Raketen pro Jahr, später dann 5.000, gefertigt werden sollen. DPA weiß hierzu, dass es sich um die US-Firma Covenant mit Sitz in Texas und einer Dependance in Israel handele, deren Gewerbefleiß sich auf die Herstellung von Marschflugkörpern mit dem Kosenamen Anthem (Lobgesang/Hymne) richte, die in Leipzig zusammengebaut und beim Bedarfsträger aufmunitioniert werden sollen – 2.000 kg Sprengstoff pro Rakete. Für seine zukünftig größte Waffenschmiede habe Firmenchef 

Michael Kaufman bereits eine 10.000 qm-Halle im Leipziger Norden erworben. Nur mal am Rande gefragt: Hat er eine Betriebsgenehmigung nach dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz, und wer erteilte ihm diese? 

 

Ostfront (3): Wenn man den Meldungen trauen darf, sprachen gestern die drei Dienste-Chefs des 

Bundes beim Parlamentarischen Kontrollgremium vor. Vermutlich eher eine Routine, aber jetzt 

Schlagzeilen-geeignet, denn sie berichteten auftragsgemäß, dass die Hauptgefahrenquelle für D in Russland liege. Diesem hybriden Putin und vor allem seinem Militärdienst GRU ist nun mal alles zuzutrauen. Selbst so eine Fake-Geschichte wie die Drohne von Leipzig. Ich stelle mir meine ehemaligen Kollegen vor, wie sie mit dem Drohnometer die Gerüchtewelt durchsuchen. Merke: Wer suchet, der findet. 

7. Oktober 2026

 

Soll ich das wirklich notieren? Ex-BND-Präsident Hanning gestern wg. langjähriger geheimdienstlicher Agententätigkeit durch die Bundesanwaltschaft festgenommen. Schöne Schlagzeile. Fraglich ist lediglich, ob es einen einschlägigen Inhalt gibt. Jetzt brüsten sich die Leute landauf und landab, die ihn irgendwie kennen. Als ob das irgend etwas in der Sache beitragen könnte. Ich sage es gleich, ich bin zu faul, um Dienstkalender aus zwei Jahrzehnten zu durchforsten und überlasse das Meinunghaben den Experten. 

Präsident (2): Der für den Landtag von S.-A. wurde gestern gewählt, auch einer von drei möglichen 

Vizepräsidenten. In beiden Fällen handelt es sich um Abgeordnete der AfD. Wenn man in beiden 

Fällen die Zahlen der geheimen Abstimmung mit den vorherigen offiziellen Erklärungen der 

Parteiführer vergleicht, kommt heraus, dass ein beträchtlicher Teil von CDU-Abgeordneten für diese Ergebnisse mitverantwortlich ist. Jetzt folgen die üblichen Betroffenheits- und Empörungs-Rituale von Unsererdemokratie, die uns seit Jahr und Tag damit beglückt hat, dass Mehrheit nun mal Mehrheit sei. 

 

8. Oktober 2026

 

Erzeugung von Penetranz: Das Lügen muss nicht perfekt sein, aber permanent erfolgen. 

 

Erzeugung von Hysterie: a) Erzähle in Dauerschleifen die Geschichte der nahen Pestilenz. Stelle heraus, dass es im fernen Irkutsk das erste Pestopfer in einem Labor gegeben habe. b) Erzähle die Geschichte vom nahen Atomtod und füge hinzu, um aktuelle Contra-Panik zu vermeiden, dass es den Russen und den Perser treffen werde, notfalls auch noch den kleinen Dicken aus Nord-Korea. c) Erzähle die Geschichte der Machtergreifung 1933 und sage, dass sie Vorläufer in Thüringen hatte. Sage, das nahe Magdeburg ist überall, und es gelte nun, den Anfängen zu wehren. 

 

9. Oktober 2026

 

Mal ernsthaft, soll ich wirklich erwähnen, dass sich in Berlin die Linksfaschisten auf ein Regierungsbündnis verständigt haben. Mainstream eiert herum, wie man es denn jetzt mit dem guten alten Antisemitismus halten soll, der bislang dem Feind von rechts vorbehalten war. Da war klar: Wer was an dem Staat Israel zu mäkeln hat, ist Antisemit und dann folgt das ganze Blablabla von der Verfassungsschutz-Relevanz (ich liebe diese Wortneuschöpfung). Jetzt haben wir die hübsche 

Lage, dass beträchtliche Kräfte der politischen Zukunft Berlins tatsächlich beides sind: militante 

Kritiker Israels und pauschale Judenfeinde, also die klassische Antisemiten (=Judenfeinde). – Mainstream, der weitgehend von transatlantischem Wohlwollen abhängig ist, muss jetzt die Grätsche machen. 

Derweil in D.C.: Ich bin außer Stande, die öffentlich palaverten Kursänderungen des Don auch nur einigermaßen à jour zu halten. Heute Nacht hat er den Angriff auf den Iran auf die Zeit nach den Wahlen verschoben, nachdem er ihn vorgestern Nacht noch für möglich hielt, wodurch er eine neuerliche Explosion der Öl-Preise verursachte. Ich wette darauf, dass er im Wettenmarkt engagiert ist. 

Der Don (2): Hat in dieser Woche die KI (im Amerikanischen: AI) in SI (Super Intelligence) umbenannt und zwei reiche Hokuspokus-Helden (Elon das Wunderkind und einen zweiten, den ich bislang nicht kannte, namens Palmer Luckey) mit der Planung des Krieges der Zukunft betraut. Das Traumprojekt heißt Meridian, und ist das intellektuelle Unterfutter der soeben gegründeten US-Teilstreitkraft Autonomous Warfare Command, das einem US-General vier Sterne bescheren wird. So will der Don erklärtermaßen die Weltdominanz zurückgewinnen. Heißt zu gut Deutsch, dass er sie zur Zeit verloren hat. 

Der Don (3): Mit der Zurückgewinnungs-Strategie befindet sich der US-Präsident in Übereinstimmung mit den Artikeln im jüngsten Heft der Foreign Affairs, das Anfang der Woche bei mir eingetrudelt ist. Ich bezweifle allerdings, dass Trump die dort vertretenen Strategien gelesen haben könnte. Vielleicht tat es einer seiner Ohrbläser. 

Der Don (4): Behauptet heute Nacht erneut, dem Durchfluss von Öl durch die Straße von Hormus stehe derzeit dank der wundervollen Jungs der Navy nichts im Wege. Ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass heute Nacht wieder Tanker, die den Durchbruch auf der südlichen Route versuchten, durch weit hör- und sichtbare Explosionen zu Schaden kamen. Man fragt sich, welche Hasardeure dort noch fahren. Die Antwort ist einfach: Die Kapitäne der Sperrbrecher erhalten ein Honorar von über 100.000 $ und einen Bonus bei Gelingen. Dafür, so sagte man früher, muss eine alte Frau lange stricken. 

 

 

12. Oktober 2026

 

Das Wochenende hatte es in sich: Reales und Propagandistisches. Was war was? Keiner weiß es so genau. Am ehesten real waren die Attacken der Huthis gegen Saudi-Arabien. Mit den Angriffen auf die Flughäfen von Riad bricht die ohnedies kaum noch glaubwürdige Legende von der saudischen Luftabwehr zusammen. Zahlreiche Tote und Verletzte sowie die Sperrungen im Luftverkehr lassen sich kaum verheimlichen. Als Fata Morgana hat sich die im Februar/März aufgestellte Behauptung von den stärksten Streitkräften am Golf in heiße Luft aufgelöst. Die Jahrzehnte andauernden und lediglich mit amerikanischer und israelischer Hilfe unterdrückten Stammes- und Religions-Konflikte lassen die Waagschale zugunsten der sog. Rebellen sinken. Doch wie das alles ausgehen wird, weiß bestenfalls Allah allein. 

 

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: 

Satellitenbild, das die EU heute Nacht über den Flughafen von Riad verbreitete.

 

 

Fata Morgana (2): Was unter diesen Gesichtspunkten die deutsche Wirtschaftsministerin in Riad zu suchen hat, während gleichzeitig am saudischen Öl-Hauptstandort die Anlagen in Flammen aufgehen, weiß nicht einmal der Pressesprecher der Bundesregierung in nachvollziehbare Worte zu fassen. Klar ist lediglich, dass sie in Riad festsitzt. Niemand wird sie in D vermissen.

Fata Morgana (3): Für das Highlight am Propagandahimmel sorgte erneut der Don mit der Behauptung, er persönlich habe einen Deal mit dem russischen Herrscher geschlossen. Sein Inhalt: die Kriegsparteien hören damit auf, die Energie-Infrastruktur zu bekämpfen, und der Russe werde zudem eine Riesenmenge Diesel an das große und gute Amerika senden, damit dort die Preise nicht weiter davonlaufen.. Eine konkrete Bestätigung aus dem Kreml steht wie gewohnt noch aus. Dagegen spricht die Zerstörung des Heizkraftwerks von Charkow in der Nacht von Samstag auf Sonntag und die Aussage des keinen Mannes aus Kiew, dass er den Deal nur aus der Presse kenne, gepaart mit der Drohung, weiterzumachen wie gehabt. Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht auf sich warten: Es werde Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme. Wir sind skeptisch, ob das weitere Geschehen den Behauptungen des Don entspricht. Klar ist nur: Er und Putin scheinen mehrere Stunden am Telefon gesprochen zu haben. Wer der Anrufer war, kann kaum zweifelhaft sein: der Mann, dessen Felle bei den Zwischenwahlen in vier Wochen davonschwimmen. 

Fata Morgana (4): Ach ja, und D betreffend: Die beiden Großmeister Donald & Wladimir hätten vereinbart, dass US-Investoren die Nord Stream-Leitungen reparieren und sodann in Betrieb nehmen würden. Wir erinnern uns: Die Pipelines wurden zerstört, um unsere Abhängigkeit vom bösen Russen zu beseitigen, also als ein Akt der Befreiung (Danke Amerika). Zukünftig also werden US-Multis bestimmen, wieviel Abhängigkeit in ihrem Interesse ist. Was für ein Fortschritt. 

 

13. Oktober 2026

 

Es wird der Rücktritt der Bärbel Bas als Vorsitzende der SPD und als Ministerin wie ein Ereignis gefeiert. Daran ist bestenfalls zutreffend, dass beides tatsächlich geschehen ist. Sonst hat es nichts zu bedeuten. Gleichzeitig fand eine CDU-Klausur statt. Die hat auch nichts zu bedeuten. Die Koalition der Versager trottet weiter. Ihr bleibt keine andere Wahl. 

Fragliches Stattfinden (2): Es dröhnt weiterhin aus dem Weißen Haus, was alles zwischen dem Don und dem bösen Putin vereinbart wurde, auch wenn Kreml-Sprecher Peskow nichts davon weiß, was 

hingegen ist klar, die germanischen Kriegsbefürworter wissen vor lauter Empörung darüber, dass hier ein Deal Diesel gegen Abschaltung der Ukraine von den US-Geheimdienstdaten stattgefunden haben könnte, nicht, was sie sagen sollen. Eines jedenfalls ist klar: Der keine Mann aus Kiew sagt, er war nicht gefragt worden. Ob das nun wiederum stimmt, weiß ich nicht, doch gesagt hat er es mit Sicherheit. Klar scheint mit auch: Die russischen Angriffe gehen weiter. Angriffsziele sind derzeit die Dnjepr-Brücken. 

Fragliches Stattfinden (3): Auf der arabischen Halbinsel fliegen weiterhin die Fetzen, verursacht durch Drohnen und Raketen der sog. Huthi-Rebellen. Der Don denkt über ein Eingreifen, wie er sagt, nach. Im Golf von Hormus, dem angeblich frei befahrbaren, wird im Tagestakt jeweils ein Tanker in Brand geschossen. Von amerikanischen Gegenangriffen hört man derzeit nichts, sondern nur davon, dass die diversen Israeli dies im Tagestakt lautstark anmahnen. 

Fragliches Stattfinden (4): BMW will keine Verträge mit AfD-Staats-Funktionären. Das ist ein genialer Schritt, denn er dient dazu, die eigenen Nobelkarossen vor Anschlägen durch den Linkspöbel zu schützen.  Nebenbei bemerkt: Nicht jeder BMW-Fahrer  ich befürchte, unter diesen befindet sich auch der eine oder andere AfD-Wähler  befürwortet diese Firmenpolitik. Auch aus anderen Gründen nicht: Ich beispielsweise musste auf den Austausch des für feuergefährlich deklarierten Anlassers sage und schreibe zweieinhalb Jahre warten. Vielleicht musste der zunächst auf Anti-AfD-Tauglichkeit geprüft werden. 

Realität: In Plauen fahren immer noch Straßenbahnen. Wenn man sich bemüht auch solche aus 

Gotha, von denen ich nicht dachte, dass es sie noch gibt. Das Fahren war ein längst vergessenes Geruckel und Geqietsche. Sehr unterhaltsam, wiewohl die Unterhaltung der Fahrgäste kaum möglich war. 

 

14. Oktober 2026

 

Eine vorsichtige Zusammenschau der Ereignisse auf der arabischen Halbinsel öffnet den Blick auf einen dritten aktuellen Stellvertreterkrieg, der  wie sollte es auch anders sei  mit den beiden anderen (Ukraine und Iran) eng zusammenhängt. Die Bataille Jemens (bzw. Huthi = Ansar Allah) vs. Saudi Arabien ist ohne das Sponsoring von zwei Weltmächten, so wie jetzt zu sehen, nicht denkbar. 

Auf der saudischen Seite sind es die USA, auf der jemenitischen ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit China. Beide Hintergrundmächte treibt die Begierde auf das arabische Öl voran. Es sieht im Moment so aus, als habe die chinesisch-jemenitische Seite die Nase vorn. 

 

Arabien (2): Die Auguren sehen bereits den Sturz des Hauses Saud, vor allem dessen Alleinherrschers Mohammed bin Salman, voraus. Dessen Schreckensregime, gestützt auf eine skrupellose amerikanische Finanzelite, rückt stückchenweise ins Bewusstsein vor.  Die Gegenseite, die Huthis also, erstaunen die Welt durch ihr kompromissloses Kämpfertum. Falls sie sich durchsetzen, was im Moment so aussieht, steht bei gleichzeitigem Agieren Persiens eine Neuordnung des Nahen Ostens auf der Agenda der Weltgeschichte. 

 

Arabien (3): Man kann leicht verstehen, dass das jetzige heikle Geschehen der amerikanischen 

Kolonialmacht und der Möchtegern-Vormacht Israel nicht recht sein kann, denn wenn die 

Amerikaner zum Abzug gezwungen werden sollten, ist das Ende Israels in Reichweite. Diese 

Perspektive ist in Israel bekannt. Daher rührt der dortige Wille, den Krieg auszuweiten und fortzusetzen. Bleibt zu fragen, ob es den dortigen Kräften gelingt, die zögerlichen Amerikaner erneut auf Linie zu bringen. 

 

Arabien (4): Betreibt man eine Nabelschau, so kann den Deutschen ein Untergang des Hauses Saud nur recht sein, denn von dort aus ist der aggressivste Arm zur Islamisierung unseres Landes wirksam. Mir ist nur zu klar, dass unserer politischen Führung dieser Wink des Schicksals völlig fremd ist. 

 

15. Oktober 2026

 

Von den absurden Meldungen des Inlands ragt die über die kommende Wahl bzw. Nichtwahl des MP in S.-A. heraus. Dort beschließt gestern die CDU-Fraktion, um Abweichler an der Stimmabgabe pro AfD-Mann zu hindern, vor dem Wahlgang geschlossen den Plenarsaal zu verlassen. Jetzt sieht die 

Situation so aus: Von den 83 Abgeordneten sind 42 Ja-Stimmen für die MP-Wahl nötig. Die AfD hat 39, das BSW 5, will sich aber enthalten. Tun das diese Abgeordneten, wird Ulrich Ulrichsen, oder wie immer er heißen mag, nicht gewählt. Er will nur einen Wahlgang mitmachen. Das wird er im Zweifel korrigieren müssen, sonst bleibt Sven Multi-Schulze im Amt. Im zweiten Wahlgang werden sich kaum Änderungen ergeben. Im dritten Wahlgang, an dem auch die CDU wieder teilnehmen will, ist die einfache Mehrheit der Stimmen erforderlich. Steht das BSW zu seinem Wort, weder den CDU-Mann noch den AfD-Mann zu wählen, sind von den 81 Stimmen 5 abzuziehen, es stehen also für die Mehrheit 76 Stimmen zur Verteilung an. Davon erneut 39 Stimmen der AfD, bleiben also für wen auch immer 76-39 = 37, die geschlossen einen anderen wählen müssten, was aber nicht reicht. Einzige Möglichkeit der Nichtwahl des AfD-Mannes: Der Rest entscheidet sich geschlossen für den Vorschlag des BSW, einen außenstehenden Fachmann zum MP zu wählen. Das wird auf jeden Fall lustig, denn der müsste ein anerkannter Regenbogenmann sein. Man soll also nie nie sagen. 

 

Gestern war zum zweiten Mal eine Sitzung des neuen Landtags in S.-A., in der es um eine Debatte zur Friedenspolitik und die Beendigung der Ukraine-Hilfe auf Antrag von AfD und BSW ging. Den einschlägigen Landtagsbeschluss, den er beschämend nannte, will CDU-Multifunktionär Schulze nicht 

ausführen. Ich schlage vor, dass er sich sicherheitshalber auch noch zum Vorsitzer des Verfassungsgerichts ernennt, denn so geht Unseredemokratie. Der ÖR berichtete nur unzusammenhängend und fand die schon länger zurückliegende Anhörung im Thüringer Landtag zu einem AfD-Verbot und den einschlägigen Auftritt des TV-Clowns Hape Kerkeling wichtiger. Gewissdoch, so isset. Das kann alles weg. 

 

Gestern fanden  fast möchte man resignierend sagen: die üblichen  Raketenangriffe auf die Ziele der Energie-Infrastruktur in der Ukraine statt. Kiew ohne Strom, Charkow ohne Heizung. Neu hingegen: Die Angriffe kamen ohne die übliche Vorwarnung praktisch aus dem Nichts. Bedeutet entweder, dass der Russe neue kaum zu ortende Waffen einsetzte, oder dass der Ami nicht warnen wollte, um den kleinen Mann aus Kiew in die Knie zu zwingen. Wie auch immer, es bedeutet, dass das große Abkommen-Geklingel aus dem Weißen Haus vom Wochenbeginn nichts als heiße Luft war. Aber das ist nun wirklich nicht neu. 

 

 

Das durch russischen Raketenbeschuss schwer beschädigte Wärmekraftwerk 5, 

Trypilskaja im Oblast Charkow 

(Quelle unbekannt)

 

 

 

16. Oktober 2026

 

Es gibt Männer, die unterscheiden Frauen in solche, an denen sie sexuell interessiert sind, und jene, an denen sie nicht interessiert sind. Manchen von ihnen sieht man das an der Nasenspitze an, die anderen nennt man zivilisiert. Nun will es offenbar die Truppenpraxis, dass nicht jeder Soldat zivilisiert ist, zumindest nicht im Sanitätsregiment 1 im nahegelegenen Weißenfels. 

 

Weißenfels (2): An der medial verbreiteten Empörung wundert mich mancherlei. Zunächst, dass es in dem Ort ein Bundeswehr-Regiment gibt, ich dachte, da wären vor allem Windräder, wenigstens an der A 9. Auch will es mir scheinen, dass wir hier mit einem Praxistest, betreffend Gleichheitspostulat und Armee zu tun haben. Wie auch immer, jetzt werden alle Soldatinnen befragt, wann ihnen wo wer im Dienst und, man denke nur, außer Dienst an den Hintern grapschte. Werden sie  ganz im Sinne der Gleichberechtigung  auch befragt, wann wer wem schöne Augen machte?  Nur mal so: Ich bin seit vielen Jahren ein Mann und weiß, wovon ich rede. Um gezielten Missverständnissen vorzubeugen: Über Gewalt gegen Frauen lässt sich mit mir nicht reden, auch und schon gar nicht in der Armee. 

 

Weißenfels (3): Jetzt warte ich nur noch darauf, dass einer rausfindet, dass das alles an der AfD in 

Sachsen-Anhalt liegt. Apropos S.-A., auch Halle an der Saale, wo in wenigen Wochen die Buchmesse Seitenwechel stattfindet (siehe https://helmut-roewer.com/news/buchmesse-seitenwechsel-diezweite/) liegt in diesem brisanten Bundesland.

 

18. Oktober 2026

Was soll ich sagen, ohne bei den ein oder zwei Lesern meines Sudelbuchs anzuecken? Soll ich wirklich 

dem, was ich heute Morgen in den Leserbriefen der Zellerzeitun der Russe nicht in Deutschland eingefallen. Der Vorfall ereignete sich gestern an der Grenze zu Polen und löste eine Panik aus. Die einfallslosen Grenzbeamten ergriffen die Flucht; sie mussten später psychologisch betreut werden. Auch in Berlin ist der Schock über das Ereignis deutlich zu spüren. 

eine weitere Verschärfung der Sanktionen an. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beklagte die notorische Unzuverlässigkeit der Russen, die in diesem Fall sogar den Kampf gegen rechts sabotiert haben         

Ostfront (2): In der Realität hat in der vergangenen Woche der Russe seine massiven Luftangriffe gegen die Energie- und Wirtschafts-Infrastruktur fortgesetzt. Lokale Schwerpunkte waren die Oblaste 

Kiew und Charkow. Auffällig ist die jetzt selbst von der ukrainischen Seite lautstark beklagte Hilflosigkeit. Die Beobachter rätseln, ob diese durch das mutwillige Abschalten der amerikanisch betriebenen Starlink-Zugänge verstärkt wurde. Feindobjekte, die sich schneller als mit 120 km/h bewegen, werden nicht mehr fortlaufend erfasst. Auf diese Weise wird auch das Operieren der ukrainischen Offensiv-Drohnen zum ungelenkten Lotterie-Spiel. Die Frage ist, ob dies nachhaltig geschieht, dann ist der Krieg in überschaubarer Frist zu Ende, oder ob es lediglich ein Probeschuss ist, um den kleinen Mann aus Kiew zum Einlenken zu zwingen, was das Beenden des Beschusses der russischen Öl-Infrastruktur anbelangt, so wie der Don es (bislang vergeblich) verlangt hatte. 

Ostfront (3): Der nach dem Motto Not-kennt-kein-Gebot abgeschlossene Diesel-Deal zwischen den 

USA und dem Erzbösewicht Putin, bei gleichzeitiger Aufhebung der jüngsten, jedoch noch nicht in Kraft getretenen Russland-Sanktionen, ist ein Schlag ins Gesicht der Kriegshetzer sowohl in den USA selbst als auch in EU-Europa. Das ganze Manöver ist auf die Hektik der bevorstehenden ZwischenWahlen in den USA ausgerichtet, die  das dämmert jetzt auch den hartnäckigsten Trump-Fans  an den Zapfsäulen entschieden werden. Bis jetzt wurde der Wählerverlust durch bombastische Erklärungen bekämpft. Doch vielen, allzu vielen schwant wohl allmählich, dass dieser optimistische 

Propaganda-                                                                        

Naher Osten: Die Angriffe der Huthis (Ansar Allah) gegen Saudi Arabien und den von ihm beherrschten Süden des Jemen gehen ungeschmälert weiter. In der vergangenen Woche lagen die Schwerpunkte der Raketen- und Drohnen-Angriffe erneut bei der saudische Öl-Infrastruktur und dem

Flughafen von Aden (südliche Küste des Jemen), jetzt das Zentrum der angeblichen 

Regierungstruppen. Die politische Lage der Saudis wird heikel. Beim amerikanischen Militäranalysten Larry C. Johnson (SONAR 21) finde ich die hier raubkopierte Lagekarte zur saudischen Öl- und ErdgasIndustrie: 

Naher Osten (2): An der Iran-Front begnügten sich beide Seiten in der vergangenen Woche mit Kraftprotz-Meierei. Lediglich das Schiffeversenken in der Straße von Homus ging im Tagestakt weiter. Wer da sonst noch so fährt, wird das kaum im Lichte er Öffentlichkeit tun, aber er tut dies offensichtlich mit Genehmigung der Perser  und das nach Ablieferung eines prallen Geldköfferchens. 

 

19. Oktober 2026

 

In Frankreich gibt es eine Allianz aus islamischem und linkem Pöbel, welcher die Innenstädte verwüstet. Die Randale hat auch nach Norditalien übergegriffen.  Deutschlands Führungskräfte diskutieren derweil das, was sie Klima-Fragen nennen. 

 

Wochenende (2): Es fand der größte bisherige Drohnenangriff auf St. Petersburg statt. Die Aussagen über die angerichteten Schäden und die abgeschossenen Drohnen differieren wie üblich. Wenig diskutiert wird das Offensichtliche: Die Drohnenschwärme kamen aus dem polnischen und estnischlettisch-litauischen Luftraum. Dortige Medien und auch Offizielle kommentieren es mit Behagen. 

 

Der Ex-CIA-Offizier und jetzige Kriegsanalytiker Larry Johnson berichtet über seinen Auftritt im UNOSicherheitsrat in New York, wohin er als Sachverständiger von den Russen eingeladen worden war. 

Sein Thema waren die Ziviltoten des Ukraine-Konflikts. Es stellte anhand von Opfer-Zahlen in Abrede, dass der Russe es auf das Töten von Zivilpersonen absehe, wobei er nicht ausließ, dass die ukrainische Seite mit dem Töten von Russen auf ihrem Territorium in den 2010er Jahren begann. Die anwesenden Europäer (DK, F, LT, GR) hätten daraufhin wüst gepöbelt, der Vertreter der USA, der sich früher feindselig verhalten habe, war plötzlich völlig zurückhaltend. 

 

20. Oktober 2026

 

antifaschistischen Gießen führt, stellt sich der Kopf fast automatisch auf Satire ein. Doch es handelt sich um Realität. Ich vermeide es, an dieser Stelle zu erwähnen, das der inkriminierte Spruch nicht aus der HJ, sondern aus der Jugendbewegung stammt, und verschweige, wie viele Reise-Führer in meinem Regal mit der Reiseliteratur stehen, die sich nicht scheuen, den verpönten Führer in ihrem Titel zu erwähnen, doch gesagt haben will ich es wenigstens, wenn auch mit Abscheu, liebe AntifaGenossen, wohl bedenkend, dass die Nazis (die echten) auch den Volks-Genossen und den ParteiGenossen (PG) stets im Munde führten. 

 

Nazi-Riecherei (2): Bleibt die Frage, was hier in den Köpfen vorgeht? Ich nehme an, dass nach dem Aussterben der letzten Übeltäter ein Kulissenwandel notwendig geworden ist. Jetzt geht man in Ermangelung von sog. Menschenmaterial gegen die Täter-Sprache vor. Das ist das Deutsche, denn merke: diese Leute sprachen deutsch. 

 

 

21. Oktober 2026

 

wieder, wie einschlägige Beispiele lehren, nichts weiter als mangelndes Vorstellungsvermögen. 

 

Selbstbewusstsein (2): Leicht beschädigt in Saudi Arabien, wo soeben der Investoren-Gipfel abgesagt wurde. Wer trifft sich schon gern in Luftschutzbunkern, selbst wenn sie klimatisiert und mit Perserteppichen ausgeschmückt sind. 

 

Selbstbewusstsein (3): Da lob ich mir doch den Fritz, der den Investoren der Welt soeben erklärt hat, dass es sich lohnt, in D Geld locker zu machen. Zum Dank erschien die gute Fee und gab ihm einen ackbumm, erfüllt. Anschließend 

betrachteten seine Presse-Fans, wie der Fritz in Ziehharmonika-Hosen herumstand und den Krieg mit Russland zu beenden suchte.

22. Oktober 2026

 

in die Länge zu ziehen, aber eine Kapitulation  oder gar eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine  kommt nicht infrage. Denn das wäre eine Kapitulation von für Kiew diene dazu, den russischen Angriffskrieg möglichst schnell zu beenden  und zwar im zutiefst eigenen Sicherheitsinteresse Deutschlands. Sagt Fritz der Kanzler. Ich rücke hier sicherheitshalber die Fundstelle ein, damit keiner mutmaßt, ich hätte das erfunden 

(www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/keine-kapitulation-der-ukraine/). Die Frage, ob der da weg muss, stellt sich schon lange nicht mehr und nicht nur mir. 

 

Blackrock (2): Derweil verhandeln Dunkelmänner in Florida, was sie Wiederaufbau-Fonds für die Ukraine nennen. Das Geld, das dort verdient werden soll, kommt aus dem deutschen Steuerzahlertopf. Ein tolles Geschäftsmodell. Weiß Fritz das schon?  

 

23. Oktober 2026

 

Die Debatte über das Drosseln der Satelliten-Verbindungen zulasten der ukrainischen Kriegführung 

sei allein das US-Kriegsministerium und letztlich der Don 

verantwortlich. Der wiederum sagt: Es sei alles paletti, und der kleine Mann aus Kiew ist zu hören, dass dies nicht stimme. Ja, was nun? Von Michael Klein (sciencefiles) stammt folgende These: Da sich im Westen die Erkenntnis auf leisen Sohlen durchsetze, dass der Krieg um die Ukraine verloren sei, suche man nach einem Sündenbock. Dazu eigne sich Elon das Wunderkind als der bestgehasste Mann aller Linken ganz vortrefflich. Es entstehe eine Dolchstoßlegende zwei null. 

Kriegshelden (2): Nachdem die Empörung über den angeblichen Nazi-Inhalt von gehackten AfD-Mails nicht so recht in Fahrt kommen will, befasst sich der eine oder andere mit den Tätern des E-MailDiebstahls. Und siehe da, das Intelligenzblatt der woken Grün-Wähler, Die Zeit, mutmaßt, Täter seien Ukrainer, die die Russlandfreunde der Blauen zur Strecke bringen wollten. Jetzt sollen sie ins Ausland entkommen oder sowieso schon da sein, nämlich in den USA. Erinnert sich noch wer an den Nord Stream-Anschlag? Oder an dieselben Leute, die 2016 dem Wahlkämpfer Trump eine RusslandConnection anhängten?  Ich weiß schon, jetzt wird der eine oder andere murmeln: Und wir bezahlen das alles? 

 

Ausnahmsweise mal was Juristisches: Es gab, als ich noch im BMI Dienst schob, eine Arbeitseinheit, die bei allen, wirklich allen Gesetzesvorhaben darauf achtete, dass in den Schlussvorschriften u.a. die Inkrafttretens-Klausel stimmig war. Diese Funktion scheint es, siehe aktuelles Rauchersteuer-Gesetz, nicht mehr zu geben. Das Ergebnis deutet auf eines unabweisbar hin: Dilettantismus. 

24. Oktober 2026

 

Durch einen Zufall Die Holocaust-Industrie von Norman Finkelstein in einem Bücherschrank entdeckt. Das Buch stand ohne erkennbaren Sachzusammenhang hinter offenbar wahllos aus der Hand gelegten Texten der Jahrtausendwende. Die jetzige schnelle Lektüre war ein da capo nach exakt einem viertel Jahrhundert. Plötzlich erinnere ich mich daran, dass dem Buch in Deutschland weniger Beachtung wg. seines aufsehenerregenden Inhalts zuteil wurde als den im vollen Moralschwulst auftretenden Kritikern, die vor dem Wiedererstarken des Antisemitismus warnten. Das war und ist ein probates Mittel um jede Debatte im Keim zu ersticken. 

Finkelstein (2) ironisiert das Thema Erstarken-des-Antisemitismus, indem er anmerkt, dass es diese Stimmen selbst seien, die erst zur Entstehung dessen beitrügen, wovor sie angeblich warnen. Die einschlägige Propaganda sei hingegen ausschließlich selbstsüchtig, denn es gehe um die Erpressung von Geld von Leuten mit schlechtem Gewissen. 

 

Finkelstein (3): Nicht das Buch ist skandalös, sondern der in ihm detailliert geschilderte Mechanismus einer Geldbeschaffungsmaschinerie, die ihren Sitz in den USA hat. Die letzte der im Buch 

geschilderten Aktionen betraf die deutsche Industrie, die Ende der 1990er Jahre in einen MilliardenDeal (ohne Gegenleistung) gepresst wurde, um angeblich den letzten unentschädigten 

Zwangsarbeitsopfern der NS-Zeit in deren allerletzten Lebensjahren eine Vergütung zukommen zu lassen, was dann, als das Geld erst mal transferiert war, zugunsten anderer Ausgaben weitgehend unterblieb. Zur Erpressung gesellte sich also die Unterschlagung. 

 

Finkelstein (4): Heute noch von Bedeutung sind die Ausführungen F.s zur Frage, wann und warum die organisierten jüdischen Amerikaner anfingen, sich auf die Seite Israels zu schlagen, was bei der Staatsgründung 1948 durchaus nicht der Fall gewesen war. Der Schwenk erfolgte  so Finkelstein  nach dem Nahost-Krieg von 1968, als die Israelis sich durch militärische Erfolge als Vorposten der USA in Nahost stilisieren konnten und die amerikanisch Politik dies zu akzeptieren begann. Bezeichnend mag sein, dass erst zu diesem Zeitpunkt das Existenzrecht Israels als eigenständiger Programmpunkt in der politischen Agenda Amerikas und Europas auftauchte. 

 

Finkelstein (5) und die Folgen heute: Man wird annehmen dürfen, dass im Westen außerhalb der ruling class in den USA und der politischen Klasse in Deutschland das Unantastbare des 

Existenzrechts Israels verblasst, wenn es nicht überhaupt bestritten oder sogar aktiv bekämpft wird. 

Die Wischiwaschi-Erklärungen in Berlin nach dem Auftrumpfen der Linken, die sich zum Zentrum der Muselmanen in Deutschland gemausert haben, und dem Einschwenken von SPD und Grünen in deren anti-israelisches, wenn nicht gar antisemitisches Fahrwasser, lassen kaum Zweifel aufkommen, wohin die Reise geht. 

 

Finkelstein (6) und die Folgen heute: Wir befinden uns mitten in der Landnahme. Es ist die dritte, seit der Kaufmann aus Mekka seine Erleuchtungen hatte. 

 

Aber es gibt auch froh stimmende Nachrichten. Diese hier entnahm ich heute Nacht der Zellerzeitung: 

 

25. Oktober 2026

 

Auf das Kopieren von Gepflogenheiten des Jugendkults Verzicht zu üben, fällt mir leicht, zumal wenn ich mir ansehe, wie junge Männer ihre Hosen anhaben: auf Halbmast und hinten herausragendem Gummiband ihrer Marken-Unterhosen. 

 

Weit schwerer fällt es mir, die neudeutschen Sprachholpereien klaglos zu ertragen. Beispiel gefällig? 

Tichys Einblick zu lesen. Das steht unter der Ober-Überschrift Krieg in Europa. Abgesehen vom Inhaltlichen, was ich für die bei Tichy schon bis zum Überdruss gepflegte Parteinahme für die Kriegshetzer halte, frage ich mich bei 

-Kommission? Nee. Das 

Marionettenregime? Nun, das schon eher. Im übrigen: Überall braucht es was im deutschen Blätterwald. Doch in Wirklichkeit braucht es nichts abgesehen vom Kleinkind, das täglich mehrfach frische Windeln braucht. 

 

26. Oktober 2026

 

Die Auguren in den diversen Schwarzmalerwerkstätten haben für heute einen neuen Großkampftag in Nahost angesagt, damit Benjamin N. im allerletzten Moment die morgigen Wahlen absagen kann. Doch bislang (am frühen Morgen) großkämpft es noch nicht wieder, sieht man von einer gestern losgetretenen Offensive im Libanon und der gewaltsamen Vertreibung von Tausenden Palästinensern aus dem Westjordanland ab, das zudem von Militär abgeriegelt wurde. Auch in Arabien geht der Kampf zwischen Huthis und Saudis nur auf dem gewohnten Level weiter: Ein paar Raketen pro Tag. 

Die Gewalt in Frankeich und Südeuropa hat am Wochenende erneut das Geschehen bestimmt. Es spricht sich allmählich rum, dass hier um ein Zusammengehen von linkem und muselmanischem Pöbel stattfindet. Es geht um Plündern und Brandschatzen. 

Für D ist dergleichen fürs kommende Wochenende angesagt. Die Medien halten sich zurück, um dann bei Gelegenheit ihre wohlwollende Überraschung zum Ausdruck bringen zu können. Die Bundesfamilienministerin  sonst im Verdacht, eine Sponsorin des linken Gesockses zu sein   befasst sich derweil mit ihrer Empörung über das Annähern von USA und Russland in Sachen 

 

Der Zentralrat der Zentralräte warnt derweil in vertraulicher Mitteilung seine Gesinnungsbrüder vor dem kommenden Wochenende. Vertraulich deswegen, weil es sich ganz offensichtlich nicht um den Kampf gegen rechts handelt. 

Die Sprit-Knappheit erreicht das Rheinland und die Schweiz, und Audi haut über den Atlantik nach Georgia ab. Der Fritz macht derweil einen Wochentrip nach Südostasien. Wird er da für irgendwas gebraucht? 

 

27. Oktober 2026

 

Die linksextremen Gewalttäter in D sammeln sich fürs kommende Randale-

Gaga- lfahrtsort Berlin wurde angeblich heute abgesagt. Man will die Installierung der dortigen Gesinnungsgenossen als Stadtregierung nicht stören. 

 

Gaga (2): Bei der Wahl im Gelobten Land können die hierfür zugelassenen Bewohner heute zwischen mehr-Krieg und noch-mehr-Krieg entscheiden. Diejenigen, die weder für das eine noch für das andere sind, haben vermutlich bereits ihre Koffer gepackt. 

 

Gaga (3): Hierzulande versucht Mainstream ziemlich fruchtlos für die Frage zu interessieren, wer denn im Januar der neue Bundespräsident werden soll. Wen juckt das schon groß, wen Unseredemokratie mit diesem wirkungsarmen Amt versorgt. Würde das Amt  bei gleichen Befugnissen  vom Volk per Wahl bestimmt, sähe die Sache ganz anders aus  sowohl das Interesse wie auch die Wirkung. Von ähnlichem Interesse ist, wer der neue SPD-Vorsitzer wird. Man gähnt und 

Gaga (4): In Serbien hat die Studenten-Liste die Wahl gewonnen. Sucht man Studenten auf ihr, so wird man nicht fündig. Mich wundert, dass Mainstream aus dem Wahlsieger nicht die StudierendenListe geschneidert hat. Da ist Korrektur-Bedarf für die Korrekten. 

 

Gaga (5): Erneut haben sich die Kriegsminister der Großen Fünf (GB, F, D, I, PL) getroffen, um den Krieg gegen Russland zu koordinieren. Wenigstens aus GB hören wir ein Ergebnis: England soll sich darauf vorbereiten, in genau 1.000 Tagen gegen den bösen Putin in den Krieg zu ziehen. 1.000 Tage? Also Ende 2029. Was wird da sein? In F Mord und Todschlag, in GB keine Labour-Regierung mehr, in I irgendwas, in PL alles beim Alten und in D irgendwas, was heute noch keiner wahrhaben will.  Ende der Vorhersage. 

28. Oktober 2026

 

Hinsichtlich des Wahlergebnisses in Israel gibt es bislang nur Schätzungen. Die gehen allerdings davon aus, dass das sog. Kopf-an-Kopf-Rennen für keine der miteinander verfeindeten Seiten eine parlamentarische Mehrheit brachte. Aus dem Wahlkampfgerede weiß man lediglich, dass keiner von beiden mit den palästinensischen Abgeordneten reden will. Nach den derzeit veröffentlichten Zahlen steht es parlamentarisch 50:50:20. Das kann sich noch sehr ändern. Darauf dürfen wir uns verlassen. Die Kriegshetzer bei Mainstream schweigen beklommen. 

Endlich mal eine Schlagzeile: Carsten Schneider aus Erfurt, derzeit Bundesumweltminister, gelingt diese mit seiner Pöbelei gegen Audi: man reite mit dem Amerika-Engagement ein totes Pferd. Recht so, wenngleich nicht ganz klar ist, was und wen er meint: die dank des von ihm mitvertretenen Klimawahns auf dem Zahnfleisch gehende Firma oder deren Ausweichen nach Amerika.  Das ist zweierlei, Carsten, wenn auch das eine mit dem anderen zusammenhängt.  

Carsten (2): Gleich nach seiner Wahl in den Bundestag saß der SPD-Jungmann im Erfurter Zum Norde beim Mittagessen neben mir. Ich frug ihn, als sich die Stimmung lockerte, wie er sich sein weiteres Leben vorstelle. Er: Erst mal nur diese Legislatur im Hohen Haus, dann Ausbildung beenden. Ob er das Letztere realisieren konnte, weiß ich nicht, das zuerst Genannte jedenfalls gelang nicht. Mit Jahrzehnte andauerndem Erfolg, wie man sieht. 

Ein Buch ist erst da, wenn man es in Händen hält. Erst recht ein eigenes. So geschehen gestern Nachmittag mit Mein Abendland. Eine Nachbarin hielt mir den Karton mit den Worten entgegen: Ihre Bücher sind da. Merkwürdig, kann sie durch Pappe sehen?   

 

 

29. Oktober 2026

 

Die Ergebnisse der Wahl in Tel Aviv und Umgebung treffen nur tröpfchenweise ein. Klar ist nur, dass die derzeitigen Koalitionäre ihr Wahlziel des Weiter-so bei einer Sitzverteilung von 53:39:28=120 klar verfehlt haben. Die Mandatszahl 28 gehört zu den nicht-jüdischen Wahlberechtigten. Wahlverlierer 

(oder je nach Sicht: Wahlsieger) Netanyahu erklärte heute Nacht, das Ergebnis beruhe auf Wahlfälschung von Seiten der Araber. Das ist so erstaunlich, dass ich es wenigstens festgehalten haben will.

 

Israel (2): Interessanter erscheint mir die Zahl der Wahlberechtigten. Das waren nach offiziellen Angaben 7,2 Millionen Bürger. Unter denen befinden sich bei Annahme, dass es sich bei den Wählern der arabischen Parteien nicht um Juden, sondern Palästinenser handelt, rund 5,5 Millionen Juden. Da ein nicht genannter Anteil von diesen nicht in Israel wohnt, ergibt sich ein vager Rückschluss auf die Zahlen jüdischer Erwachsener in Israel. Ich denke mal, mit ca. 5 Millionen liegt man nicht ganz falsch. Wozu diese Zahlenspiele? Angesichts von zig-Millionen Arabern in Nahost, sollten einen die Zahlen auf mittlere Frist nachdenklich stimmen. 

 

Israel (3): Die vorgenannten Zahlen vorausgeschickt, liegt es nahe, dass die Führungsschicht im Heiligen Land weiter Kriege führen muss, da eine friedliche Koexistenz ihr Überrannt-werden immer wahrscheinlicher macht. Noch mehr muss die israelische Elite fürchten, dass die Amerikaner aus Nahost vertrieben werden könnten. Ein solcher Wink mit dem Zaunpfahl mag das Zusammentreffen der Spitzenpolitiker aus vier Ländern in Teheran in dieser Woche sein. Diese stammten neben den Gastgebern aus den Staaten des Mekka-Abkommens vom Sommer dieses Jahres, also Pakistan, der Türkei und Saudi Arabien. Nicht mit am Tisch: die Amerikaner, von den Israelis ganz zu schweigen. Säße ich in Tel Aviv, würde ich mir Sorgen machen. 

 

Schier unglaubliches Gruppenfoto aus Teheran am 26. Oktober 2026: Treffen des türkischen Geheimdienst(MIT)Chefs Ibrahim Kalin, des saudischen Verteidigungsministers Prinz Khalid bin Salman (der Bruder von Mohammed bin Salman), des pakistanischen Generalsstabschefs Feldmarschall Asim Munir und des Sicherheitschefs der persischen Revolutionsgarden Mohsen Rezaei.  

 

Israel (4): Am Vormittag ändert sich die Sitzverteilung wie von Zauberhand. Der oppositionelle Herr Eisenkot kommt nunmehr auf 49 Mandate. Die Zahl der arabischen Abgeordneten schmilzt dementsprechend zusammen. Beim Vorwurf des Wahlbetruges durch diese bleibt es. 

 

Meldung vom Dnjepr: Der Russe hat vorgestern Nacht die Südbrücke in Kiew erneut angegriffen, diesmal mit einer ballistischen Rakete, die punktgenau traf und ein riesiges Loch in die Fahrbahn sprengte. Die Brücke wurde (nun wohl endgültig) für den Verkehr gesperrt. 

 

 

30. Oktober 2026 

 

Europa! Europa! Es ist schon bemerkenswert, dass die Chefin der EZB vorzeitig ihren Posten verlässt, der ihr ein maximales Gehalt und zudem strafrechtliche Immunität garantierte. Das, was sie selbst sagte, interpretiere ich ein wenig um. Dann kommt heraus: Sie will mit dem für möglich gehaltenen 

französischen Staat, die Immunität, die ist zusteht, das Papier nicht wert sein wird, auf dem das steht. Die jetzigen Angreifer werden genügend viele Laternen für diejenigen finden, die man zu den Hauptübeltätern ausrufen wird. 

 

Europa! (2): Da rufen doch einfach  und ohne bei der EU nachzufragen  die politischen Chefs aus 

Finnland und Norwegen bei Putin an. Vermutlich wollen sie aus erster Quelle hören, wie ernst es der Mann im Kreml meint. Im Hinterkopf mag mitspielen, wie sie sich vorsorglich heraushalten können, wenn die großen Fünf (D, GB, F, PL, I) sich unrettbar mit Russland in einen Krieg verstrickt haben. Man kann das verstehen, denn beide sind unmittelbare Anrainer an das Reich des Bösen. 

 

Berlin! Berlin! Die angehende Regiererin in der Vielvölker-Metropole schickt versehentlich ihre Interview-Notizen, in denen sie ihre Angst vor den hiesigen Hamas-Aktivisten zum Ausdruck bringt, an die Illustrierte Der Spiegel. So kommt die Sache ans Licht des Tages. Halb so schlimm, sagen alle, die für alles Verständnis haben. Warum nicht mal eine Regierungschefin, die durch orientalische Gewalttäter erpressbar ist? Erpressbarkeit, das wäre ja in D nichts grundsätzlich Neues. 

 

Berlin ! (2): Derweil verkündet die dortige Polizei-Barbara, dass hinsichtlich der angekündigten Wochenend-Randale nichts zu befürchten sei. Weiß sie das wirklich? Dann würde ich mir hinsichtlich ihrer Verbindungen ins Klientel Gedanken machen. Nun, wir werden es ja morgen und übermorgen erleben. 

 

Berlin! (3) und anderswo: Auffällig ist, dass die sog. Sprecher der Wochenend-Aufmärsche 

offensichtlich kalte Füße kriegen und ihre leitende Mitwirkung widerrufen. Ja, 

Schadensersatzansprüche können existenzvernichtend sein. Nur die weiblichen Berufsjugendlichen von Grünen und Linken scheint das alles nicht anzufechten. 

 

©Helmut Roewer, Oktober 2026