Ufa (dpa). Russland hat die Verhandlungen in Wien um das umstrittene
iranische Atomprogramm als schwierig bezeichnet.
Der russische Vize-Außenmister Sergej Rjabkow verglich die Gespräche am
Donnerstag mit dem "Erklimmen eines Berges". 95 Prozent seien auf dem
Weg zur Spitze zurückgelegt. "Aber es bleiben noch einige Schritte.
Diese letzten Meter, wenn die Haken eingeschlagen werden und
Karabiner um Karabiner versetzt wird, sind in der Regel die
schwierigsten", sagte Rjabkow vor Journalisten in Ufa.
In der Industriestadt setzten die aufstrebenden Schwellenländer
Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (Brics) am Morgen
ihre Verhandlungen fort. An den Gesprächen nimmt auch der russische
Außenminister Sergej Lawrow teil, der die Atomverhandlungen in der
österreichischen Hauptstadt verlassen hatte. Kremlchef Wladimir Putin
empfing in Ufa zudem den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani.
Russland setzt sich für eine Lösung im Streit um das iranische
Atomprogramm sowie für ein Ende der Sanktionen gegen Teheran ein.
Ruhani nimmt als Beobachter am Brics-Gipfel sowie beim anschließenden
Treffen der Shanghaier Kooperationsorganisation (SCO) teil. Der Iran
hat auch eine SCO-Mitgliedschaft beantragt, die russischen Diplomaten
zufolge allerdings erst bei einem Ende der Sanktionen bewilligt wird.