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Russland fordert Milliarden von der Ukraine - Nato-Chef besucht Kiew

Moskau/Kiew (dpa) - Russland lehnt einen Schuldenerlass für die krisengeschüttelte Ukraine mit Nachdruck

ab und besteht weiter auf Rückzahlung eines Kredits von drei Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Mrd Euro). «Wir verhandeln darüber nicht mit der Regierung in Kiew», sagte Finanzminister Anton Siluanow am Montag nach Angaben der Agentur Tass in Moskau. Die vom Bankrott bedrohte Ukraine hatte sich nach zähem Ringen mit privaten westlichen Gläubigern vor kurzem auf einen Schuldenschnitt von rund drei Milliarden Euro geeinigt. Das Verhältnis zwischen Moskau und Kiew ist wegen der Kämpfe zwischen der Armee und prorussischen Separatisten in der Ostukraine zerrüttet.

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin kündigte einen Besuch von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Ex-Sowjetrepublik an. Stoltenberg werde Ende September in Kiew ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit unterzeichnen und «faktisch» eine Nato-Botschaft in der Ukraine eröffnen, teilte Klimkin mit.

Die Konfliktparteien in der Ostukraine unternehmen an diesem Dienstag einen neuen Versuch der Entspannung des blutigen Streits. Bei einem Treffen in der weißrussischen Metropole Minsk werde die Kontaktgruppe unter anderem über einen Abzug von schweren Waffen verhandeln, sagte Separatistenführer Wladislaw Dejnego in der Stadt Luhansk.