Moskau (dpa) - Nach dem Besuch des französischen Präsidenten François Hollande bei Kremlchef Wladimir Putin hat Russland seine Bereitschaft zu einer internationalen Anti-Terror-Koalition bekräftigt. Der Westen wolle hingegen nicht in einem gemeinsamen Bündnis zusammenarbeiten, kritisierte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau.
Putin und Hollande hatten am Vorabend über Schritte für einen gemeinsamen Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beraten. Putin hatte zugesagt, bei russischen Luftangriffen in Syrien künftig verstärkt Ziele des IS ins Visier zu nehmen.
Doch bei der Zukunft für Syrien konnten die beiden Staatschefs keinen gemeinsamen Nenner finden. Hollande will Assads Rücktritt, Putin aber sieht ihn als natürlichen Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus.
Russland werde seine Luftangriffe in Syrien unvermindert fortsetzen, kündigte Peskow an. Türkische Berichte über eine mögliche Reduzierung der Flüge im türkisch-syrischen Grenzgebiet wies er zurück.
Wegen des Abschusses eines russischem Kampfjets durch die Türkei am Dienstag hat das Verhältnis zwischen Moskau und Ankara einen Tiefpunkt erreicht. Peskow bestätigte, der türkische Staatschef habe Putin um ein Treffen am Rande des Klimagipfels am diesem Montag in Paris gebeten. Ob es zu einem Treffen kommt, ließ er offen.
