Rohstoffsuche am Computer soll sächsischen Bergbau attraktiv machen

Freiberg (dpa) - Mit digital aufbereiteten alten Akten will Sachsen
potenziellen Bergbauinvestoren die Suche nach Bodenschätzen am
Computer ermöglichen. Rund zwei Akten-Kilometer, die geologische
Untersuchungen auf der gesamten Landesfläche dokumentieren und die im
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Freiberg
schlummern, sollen für das Internet aufbereitet werden.

Das rund 20 Millionen Euro teure Gesamtprojekt ist nach Angaben von
Projektleiterin Katrin Kleeberg auf etwa zehn Jahre angelegt. Es sei
das Schlüsselvorhaben der Sächsischen Rohstoffstrategie und
bundesweit einzigartig.

Zudem wird in weiteren Archiven nach noch nicht erfassten
Dokumentationen geforscht. Die Daten sollen es den Bergbauunternehmen
erleichtern, bekannte Erz- und Spatlagerstätten nach wirtschaftlichen
Kriterien zu bewerten, um alte Bergbaureviere eventuell neu zu
erschließen. Im Landesamt werden seit 1785 die Dokumentationen zu
Bodenbohrungen sowie Bohrkerne - in Holzkisten lagernd - aufbewahrt.