Wiesbaden (dpa) - Die Reallöhne der Arbeitnehmer in Deutschland sind
zu Beginn dieses Jahres so stark gestiegen wie nie seit Beginn der
Erhebungen 2008. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
führte vor allem die geringe Inflation zu einer Reallohnsteigerung um
2,5 Prozent im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die
Nominallöhne kletterten ebenfalls um 2,5 Prozent, wie die Behörde am
Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.
Da die Verbraucherpreise im Vergleich der beiden Quartale nahezu
unverändert blieben, hatten die Beschäftigten real somit deutlich
mehr Geld in der Tasche. Inwiefern sich der seit 1. Januar 2015
geltende gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde auf
diese Zahlen auswirke, lasse sich nicht quantifizieren. Das Bundesamt
erhebt vierteljährlich die Verdienste in 40 500 Betrieben in der
Industrie und im Dienstleistungsbereich.