Moskau (dpa) - Im Streit um ein Freihandelsabkommen der Ukraine mit der EU will Russland die gescheiterten Verhandlungen fortsetzen. «Wir werden noch oft auf diese Fragen zurückkommen», sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag in Moskau. «Wir wollen die Beziehungen zu unseren Partnern in Ordnung bringen», betonte der Kremlchef Agenturen zufolge.
Das umstrittene Freihandelsabkommen soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Wegen Moskauer Einwänden hatten die EU, die Ukraine und Russland anderthalb Jahre über die Umsetzung verhandelt. Einen Kompromiss fanden sie nicht.
Moskau argumentiert, die heimische Wirtschaft könne durch das Abkommen der EU mit der Ukraine Nachteile erleiden, weil zollfreie Importe aus dem Westen über die Ukraine auch nach Russland gelangen könnten. Als Schutzmaßnahme setzt Russland zum 1. Januar seinerseits den bisher bestehenden Freihandel mit der Ukraine außer Kraft.
Der russische Vizeregierungschef Igor Schuwalow warf Brüssel vor, die Verhandlungen am Montag in emotional aufgeladener Stimmung abgebrochen zu haben. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hatte zuvor kritisiert, Moskau habe immer wieder Ergänzungsvorschläge gemacht.
