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Prognose: 2030 noch elf Millionen Menschen in Ostdeutschland

Bis 2030, so die Prognose, könnten es nur noch etwa 11 Millionen
Einwohner zwischen Rostock und Suhl sein. Grund sind unter anderem
die vielen weggezogenen jungen Frauen in der Generation, die einige
Jahre vor und nach der Wiedervereinigung geboren wurde. Bezogen auf
die Zahl der Geburten pro Frau hat der Osten inzwischen mit dem
Westen etwa gleichgezogen und kommt auf einen Durchschnittswert
zwischen 1,4 und 1,5 Kinder pro Frau. 1994 war die Geburtenrate nur
halb so hoch.

In den Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung ist Berlin nicht
berücksichtigt. Die Bundeshauptstadt gilt als Magnet auch für junge
Ostdeutsche.

Dass es derzeit kaum noch Einwohnerverluste durch Abwanderung in
Ostdeutschland gibt, sei auch den geburtenschwachen Jahrgängen
geschuldet, heißt es in der Bevölkerungsvorausberechnung des
Statistischen Bundesamtes: «Da die besonders mobile junge Bevölkerung
in den neuen Ländern zahlenmäßig stark abnimmt und sich somit das
Abwanderungspotenzial reduziert, wird auch die Ost-West-Wanderung
geringer ausfallen.»