Donald Trump campaigns in Miami, Florida/dpa

Präsidentschaftswahlkampf in den USA

Washington (dpa) - Während Hillary Clinton eine ihrer allerbesten Wochen hinter sich hat, gerät ihr vermeintlich schärfster Konkurrent immer stärker unter Druck. Jeb Bush kommt einfach nicht auf die Füße. Seine Umfragewerte sind nach wie vor niedrig einstellig, und jetzt gibt es Konsequenzen: Die «Washington Post» berichtete, es gebe Entlassungen in seinem Helfer-Team und massive Einsparungen bei seiner Kampagne. Eigentlich hatte der Bruder und Sohn früherer Präsidenten vor, im Frühjahr so richtig durchzustarten. Mittlerweile ist fraglich, ob es bis dahin reicht - trotz eigentlich prall gefüllter Kriegskassen.

Geht der Höhenflug des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump zu Ende? Nach zwei jüngsten Umfragen (Quinnipac University und Des Moines Register/Bloomberg Politics) hat ihn der ehemalige Kinderneurochirurg Ben Carson im wichtigen Bundesstaat Iowa von der Spitze verdrängt. Trumps Reaktion? «Ich glaube diesen Umfragen nicht, weil beide Meinungsforschungsgruppen mich überhaupt nicht mögen. Ich stimme (den Ergebnissen) nicht zu.» Iowa eröffnet stets den Reigen der innerparteilichen Wahlen des Spitzenkandidaten. Jedem Bewerber muss daran gelegen sein, dort einen möglichst guten Start zu erwischen.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton begeht am Montag ihren 68. Geburtstag. Aber ganz ohne Wahlkampf geht es auch bei diesem Jubiläum anscheinend nicht. So war für Sonntag (Ortszeit) in New York eine Geburtstagsparty geplant, die nach Medienberichten zugleich zum Spendensammeln dienen sollte. Dass Hillary sich den Siebzig nähert, könnte auch erneut zu einem Thema im Wahlkampf werden. In den USA gab es bisher nur zwei Präsidenten, die älter als 68 waren, als sie das Amt übernahmen: Ronald Reagan und William Henry Harrison, der einen Monat nach seiner Vereidigung starb.

Donald Trump, entgegen allen Erwartungen immer noch führender Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, will kein fremdes Geld. «Politico» berichtet, der Multimilliardär habe angewiesen, allen sogenannten Super-PACs ihr Geld zurückzuzahlen - und ihre Spenden wolle er auch nicht. Die Super-PACs stehen als Geldsammel- und Verteilmaschinen im Hintergrund der vielen hundert Millionen Dollar, mit denen in den USA der Wahlkampf befeuert wird. Der Immobilienunternehmer Trump legt großen Wert auf seine finanzielle Unabhängigkeit.