Politisches Telegramm / Ukraine

Von Prof. Dr. Norbert van Handel

Die Liga ist generell national-konservativ und außenpolitisch neutral.
Da besonders im Ukrainekrieg der Mainstream westlicher Politik und vor allem auch der Medien grundsätzlich gegen Russland und für die Ukraine agieren, wollen wir heute Julija Mendel, frühere Pressesprecherin von Zelenskij, zu Wort kommen lassen, wobei wir aufgrund der Länge ihres Vortrags vor dem EU-Parlament in Straßburg nur einige Zitate bringen wollen. 

Julija Mendel war zwei Jahre lang als Pressesprecherin von Zelenskij tätig. Zuvor war sie als freie Mitarbeiterin bei der New York Times und als Beraterin der Weltbank tätig.

Ihre Worte und Zitate:

  1. Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 hat die Ukraine mehr als die Hälfte ihrer Bevölkerung verloren. Damals lebten dort 52 Millionen Menschen, heute liegt diese Zahl selbst nach optimistischen Schätzungen bei etwa 25 Millionen.
    In der ersten Hälfte des Jahres 2026 starben vier Mal so viele Menschen, wie geboren wurden. Hinzu kommen rund 300.000 offiziell registrierte Auswanderer. Die tatsächliche Zahl liegt sicherlich weit höher, sodass die Ukraine nach vorsichtigen Schätzungen jedes Jahr mehr als 600.000 Menschen verliert.
  2. Der Krieg hat die Ukraine zu einem Ort gemacht, an dem Leben und eine hoffnungsvolle Zukunft zunehmend unmöglich erscheinen.
    Das ist einfache Arithmetik – Arithmetik, die zeigt, wie mein Land vor Ihren Augen verschwindet, begleitet von herzlichem Applaus von einem Mann auf dem roten Teppich (gemeint ist Zelenskij), einem Mann, der nun bereits im achten Jahr an der Macht ist und immer einen neuen Grund findet, warum der Krieg nicht beendet werden kann.
  3. In unserem Land gibt es keine Wissenschaft mehr, keine Innovation außerhalb des Militärs, kleine Unternehmen sterben aus, große verlagern ihr Kapital ins Ausland, die mittleren sind bereits weg.
  4. Jeder von Euch hier weiß, dass eine militärische Niederlage Russlands unmöglich ist. 
  5. Glauben Sie wirklich, dass ein endloses Wettrüsten, bei dem immer mehr Waffen angehäuft werden, der Ukraine zum Sieg verhelfen wird – ohne Wirtschaft und mit einer Bevölkerung, die Jahr für Jahr weit unter die Russlands schrumpft?
  6. Wir geben ständig nur Putin die Schuld, sehen aber den Balken im eigenen Auge nicht. Hat der Westen wirklich alles getan, um Frieden herbeizuführen?
  7. Was ich sehe, ist Folgendes: Drohungen, statt Diplomatie; der Wunsch Russland zu zerstören, egal wie viele ukrainische Leben das kostet und wie sehr die Ukraine dadurch geschwächt wird; und der Wunsch so viele Waffen wie möglich zu verkaufen.
  8. Ja, Russland hat diesen Krieg begonnen, aber es sind die Kriegslobbyisten, die ihn am Laufen halten – diejenigen, die davon profitieren. Das bin nicht ich und das sind nicht Sie, warum also sollten Sie dieses Gemetzel, diesen Zermürbungskrieg gegen die Ukraine unterstützen?
  9. Kann man mit Russland befreundet sein?
    Als Ukrainerin sehe ich nach all dem Leid, das wir erdulden mussten, keine Möglichkeit für eine sofortige Freundschaft, aber müssen wir uns weiterhin gegenseitig töten? Es ist eine Sache keine Freunde zu sein, es ist aber etwas ganz anderes weiter zu töten.
  10. Zelenskij ändert die Friedensbedingungen von Woche zu Woche: mal ist es der Beitritt zur Nato, mal die Rückgabe der Krim, mal die Grenzen von 1991, mal die Mitgliedschaft in der Europäischen Union – als ob all das auf einen Schlag erreichbar wäre. Mal die Weigerung den Donbass abzutreten.
  11. Wenn es darum geht die Demokratie zu verteidigen – unsere Demokratie ist mittlerweile so fragil, dass sie sich kaum noch von einem autokratischen Regime unterscheidet: stark eingeschränkte Meinungsfreiheit, geschwächte Institutionen, Verletzungen grundlegender Verfassungsrechte.
  12. Wenn es darum geht, Zelenskij von der Macht zu entfernen – dann ist er ihr Hauptnutznießer: als er 2021 kurz davorstand die Macht zu verlieren, fand er im Krieg das Mittel, um aufzublühen, profitierte von jedem Aspekt des Konflikts, häufte im eigenen Land nahezu unbegrenzte Macht an und sonnte sich im internationalen Ruhm.
  13. Laut einer aktuellen Gallup-Umfrage wollen 66 Prozent der Ukrainer so schnell wie möglich Frieden. Weitere 11 Prozent konnten keine Antwort geben, wahrscheinlich aus Angst, ihre wahre Meinung zu äußern.
  14. Mehrerebekannte ukrainische Blogger, sowohl ukrainisch- als auch russischsprachige mit Millionen von Followern veröffentlichten eine Botschaft, in der sie forderten, den Krieg zu beenden. Ich zitiere: wir brauchen die Grenzen von 1991 nicht, denn die Menschen wollen nur Frieden und Ruhe.
  15. Zelenskij verhängt Sanktionen gegen jeden, der sagt, was er nicht hören will. Viele seiner eigenen ehemaligen Teammitglieder wurden bereits sanktioniert, weil sie sich gegen den Krieg und gegen Korruption ausgesprochen hatten.


     
  16. Lassen Sie mich also ganz klar sagen: jeder der bereit ist Russland mit ukrainischem Blut zu bekämpfen und dabei das Leid der einfachen Menschen ignoriert, handelt gegen die Ukraine und gegen demokratische Werte. Wer heute Zelenskijs Politik verteidigt, verteidigt einen Status Quo, der für die Ukraine den Weg Afghanistans bedeutet und für den Westen eine historische Schande ist. 
  17. Ich rufe heute alle europäischen Politiker dazu auf sich für die Sache des Friedens zu vereinen, um dazu beizutragen diesen schrecklichen russisch- ukrainischen Krieg zu beendet und unserem Kontinent wieder Stabilität und Sicherheit zu bringen. Dies – und nicht Kriegstreiberei und moralische Selbstdarstellung – ist der Weg in eine erfolgreiche Zukunft und die Aufgabe unserer Politiker.

 

Die gesamte Rede veröffentlichte die namhafte Schweizer Zeitung „Die Weltwoche“. 
Sie wurde von Julija Mendel im EU-Parlament in Straßburg am 16. September 2026 gehalten.
Persönlich wurde ihr der Zugang ins Parlament verweigert.
Ebenso hat die EU ihre Dolmetscher angewiesen, ihre Rede in englischer Sprache nicht zu übersetzen. Ein Skandal!

Als Österreich-Ungarn von der hasserfüllten Entente bei den Pariser Verträgen 1918/1919 ohne alle Volksabstimmungen zerstört wurde, wären wir froh gewesen, wenn der Friedenskaiser Karl und nicht Karl Renner die österreich-ungarischen Interessen vertreten hätte und wenn nur einige Gebietsabtretungen, Österreich-Ungarns und der übrigen Kronländer gefordert worden wären.

Heute freut man sich an den Geschäften der Waffenindustrie, rüstet gnadenlos mit dem Geld der 27 Mitglieder, deren Bevölkerung niemals gefragt worden ist, ob sie das auch wollen, in gigantischer Weise auf und freut sich an den Geschäften der Rüstungsindustrie.
Und schließlich zerstört man einerseits die Ukraine und andererseits verhindert man jedes vernünftige Zusammengehen mit Russland für die Zukunft, als ob Russland nach Beendigung eines Krieges nicht mehr vorhanden wäre.


Bilder: depositphotos  

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