Von Prof. Dr. Norbert van Handel
Es ging nicht um Friedensverträge, sondern es ging darum die christlichen Mittelstaaten Deutschland und Österreich politisch zu kastrieren.
Österreich-Ungarn wurde ohne alle Volksabstimmungen zerstört und Deutschland verlor große Teile seines Besitzes im Osten und wurde zu verheerenden Reparationszahlungen verpflichtet, die erst Ende des 20. Jahrhunderts beendet waren. Die Folge waren nationalfaschistische Regierungen in Mittel- und Südeuropa und in Deutschland der Nationalsozialismus.
Nach dem zweiten Weltkrieg hielt die Achse zwischen der Entente und Russland nicht lange. Stellvertreterkriege waren der Koreakrieg, der chinesische Krieg und zuletzt der Vietnamkrieg. Viele von uns meinten der Vietnamkrieg sei richtig gewesen, wohl auch deshalb, weil die Politik Kennedys: „Ich bin ein Berliner“ uns für die USA motivierte.
Das war falsch.
Weitere Kriege folgten, besonders nach 9/11 in New York. Eine Katastrophe für die USA, nach der sie falsch reagierte: Nicht Saddam Hussein und der Irak, sondern verbrecherische Islamisten waren verantwortlich. Der amerikanische Präsident George W. Bush exekutierte dann, obwohl er wusste, dass es dafür keinen Grund gab, den Irak und eliminierte Saddam Hussein und einen Großteil der Zivilbevölkerung Bagdads. Dann zog die USA nach Afghanistan, auch dieses Land hatte mit 9/11 wenig zu tun. Nach 20 Jahren blieb die USA verlustreich und sieglos zurück. Die Taliban, die sosehr von den Amerikanern bekämpft wurden, übernahmen wieder die Macht.
Später war es Obama, der einerseits mit verächtlichen Bemerkungen über Russland die Situation dieses Landes herabwürdigte und andererseits die Opposition gegen Gaddafi, der für den Westen die ständig steigende Immigrantenflut zurückhielt, unterstützte.
Russland
Präsident Putin erklärte bereits Anfang der 2000er Jahre vor dem Deutschen Bundestag seine Vorstellungen über eine Zollfreizone zwischen Lissabon und Wladiwostok. Stehende Ovationen des Deutschen Bundestages waren die Folge. Putin versuchte dann mit allen Möglichkeiten mit dem Westen in einen positiven und produktiven Kontakt zu kommen. Vergebens.
1990 war niemals vereinbart, dass an der westlichen russischen Grenze die Nato Aufstellung nehmen sollte, dies geschah dennoch. Der Höhepunkt der gegenüber Russland getätigten Aktionen war der Maidan in Kiew, dessen Ziel es – bestens durch die CIA unterstützt – war, die an und für sich freundlichen Kontakte der Ukraine zu Russland zu torpedieren. Logischerweise kannte dies Präsident Putin und okkupierte vorerst die Krim, die im Übrigen immer russisch war und nur durch die Situation um 1990 zur Ukraine kam. Putin musste das machen, da die Schwarzmeerflotte in Sewastopol ansonsten ihre Wirksamkeit verloren hätte. Wahlen, die sicherlich nicht perfekt waren, aber doch im Wesentlichen die Meinung der Bevölkerung der Krim trafen, wurden vom Westen ignoriert. Besonders sind hier die Minsker Verträge wichtig, die darauf abzielten, dass die Ukraine neutral werden sollte und die Nato sich von den westlichen Grenzen fernhalten sollte.
Dies war auch für Putin erträglich, aber es war die deutsche Bundeskanzlerin Frau Merkel, die die Sache hinauszog und nachher offen zugab, dass dies nur dazu gedient hätte der Ukraine entsprechende Verteidigungsmöglichkeiten zu schaffen. Mit einem Wort: Minsk wurde seitens des Westens torpediert und Putin sah sich veranlasst anzugreifen. Das war aber nicht alles, noch zu Anfang des Krieges wurde versucht in Istanbul einen Frieden herzustellen, den auch Präsident Putin akzeptiert hätte. Falsch gedacht, der clowneske britische Premier Boris Johnson war dagegen und die Gespräche platzten. Man muss dazu sagen, dass das Vereinigte Königreich immer dann, wenn es Kanonenschüsse hört, unbedingt dabei sein will, mit dem Ziel, ein Krieg ohne England wäre unerträglich….
Der Krieg ging also weiter und der Westen, nicht nur die Nato, sondern vor allem auch die EU, stellten sich, initiiert von Frankreich, Deutschland und England, obwohl dieses gar nicht mehr bei der EU war, gegen Russland und für die Ukraine. Milliardenbeträge, einerseits zur Rüstung für die Ukraine, andererseits um die Ukraine in jeder Weise zu unterstützen, gingen ohne Zustimmung der Bevölkerung der 27 EU-Mitglieder, jedoch mit deren Geld oder deren Verpflichtungen, was Kredite betraf, Richtung Ukraine.
Ein Skandal Sonderklasse. So läuft nun dieser Krieg ohne sichtbares Ende weiter. Der amerikanisch Präsident Trump, der den Krieg beenden wollte und recht gute Kontakte zu Präsident Putin hatte, war nicht in der Lage das, was er vorher versprochen hatte, nämlich den Krieg in relativ kurzer Zeit zu beenden, durchzuführen.
Wenn heute von den Mainstream Medien stets behauptet wird, wie böse Russland die Zivilbevölkerung der Ukraine angreift, so darf man zwei Dinge nicht vergessen: die USA hatte durchaus mit Zustimmung des Westens den Irak und seine Zivilbevölkerung - man spricht von hunderttausend Toten - zerstört und darüber hinaus greift auch die Ukraine vorwiegend mit westlichen aber auch mit eigenen Waffen (Drohnen) Russland im Zentrum St. Petersburg und Moskau an. Während Deutschland sich bedauerlicherweise mit der fragwürdigen Präsidentin der EU, Frau Von der Leyen, identifiziert, sollte Österreich als neutraler Staat dringend alles unternehmen, um Frieden zu schaffen.
Da aber leider die lächerliche österreichische Regierung eine Außenministerin hat, die anscheinend die Situation nicht begreift, oder wahrscheinlicher noch, diese gar nicht begreifen will, die vor allem die EU und noch mehr die Ukraine forciert, ist die Neutralität eine Farce. Eine für verfassungsbewusste Österreicher unmögliche Situation, die weder vom uralten Bundespräsidenten noch vom Kanzler entweder erkannt oder vor allem auch in Richtung verfassungsmäßiger Zustände geändert wird oder werden kann.
Welche Chancen gibt es daher für Frieden?
Einerseits, dass in Deutschland die nationalkonservative AfD endlich die ihr demokratisch zustehenden Rechte, das heißt Regierungsbeteiligungen oder gar Regierung übernimmt und dass ebenso in Österreich die verfassungskonforme FPÖ und die Patriots for Europe wirklich im europäischen Parlament Flagge zeigen. Ebenso sind in den anderen europäischen Ländern, etwa in Frankreich, Spanien oder auch den Niederlanden wesentliche Kräfte vorhanden, um die katastrophale Außen- Innen- und Migrantenpolitik der EU zu ändern. Wir jedenfalls werden in sachlicher und rechtlich konformer Form alles versuchen, um den Rechtszustand und vor allem die Tatsache, dass Russland ein wesentlicher Teil Europas ist und auch in Zukunft sein wird, zu unterstützen.
Zentrum unserer Bemühungen wird Schloss Almegg sein.
Bilder: depositphotos / ki
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