Trotz eines vereinbarten Waffenabzugs setzen die
Konfliktparteien in der Ostukraine der OSZE zufolge weiter schweres
Kriegsgerät ein. Die Armee und die prorussischen Separatisten hätten
auch aus Haubitzen mit Kalibern von 122 und 152 Millimeter gefeuert,
sagte Alexander Hug von der Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag in Kiew. Solche Waffen
müssten einem Abkommen zufolge längst von der Frontlinie abgezogen
sein.
Die Militärführung in Kiew sprach von mindestens zwei Toten und zehn
Verletzten innerhalb von 24 Stunden. Die Aufständischen teilten in
Donezk mit, bei Kämpfen seien auch Zivilisten getötet worden.
Im Ringen um eine Umschuldung setzte die ukrainische Finanzministerin
Natalija Jaresko ihre Gespräche in den USA mit privaten Gläubigern
fort. Die Führung der vom Staatsbankrott bedrohten Ex-Sowjetrepublik
verhandelt seit Monaten. Die prowestliche Regierung in Kiew bezieht
unter anderem Milliarden vom Internationalen Währungsfonds (IWF).
dpa
