Ölpreise geben weiter nach - US-Öl nur knapp über Sechs-Jahrestief

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben ihre Talfahrt am Mittwoch mit der
Sorge vor einer Konjunkturflaute in China fortgesetzt. Ein Barrel
(159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete
am Morgen 48,87 US-Dollar. Das waren 31 Cent weniger als am Vortag.
Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas
Intermediate (WTI) fiel um 18 Cent auf 42,90 Dollar. Der US-Ölpreis
steht damit nur knapp über dem Sechs-Jahrestief bei 42,03 Dollar.

Erneut habe die Sorge über die weitere konjunkturelle Entwicklung in
China die Ölpreise unter Verkaufsdruck gesetzt, hieß es aus dem
Handel. In der Nacht zum Mittwoch hatte die Notenbank der weltweit
zweitgrößten Volkswirtschaft die Währung des Landes den zweiten Tag
in Folge deutlich abgewertet.

Der chinesische Yuan wird nicht frei wie andere Währungen gehandelt,
weshalb der von der Notenbank täglich festgelegte Mittelwert von
großer Bedeutung ist. Experten gehen davon aus, dass die Abwertungen
eine direkte Folge des jüngsten Einbruchs der chinesischen Exporte
sind. Gleichzeitig verteuert die Abwertung aber den Import von
Rohstoffen und bremst damit die Nachfrage nach Rohöl in China.