Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gesunken.
Bereits am Vortag hatten sie aufgrund überraschend hoher
US-Rohöllagerbestände deutlich nachgegeben. Am Donnerstagmorgen
kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung
im Oktober 46,90 US-Dollar. Das waren 26 Cent weniger als am
Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas
Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 24 Cent und lag
bei 40,56 Dollar.
Am Vortag waren die Preise deutlich gesunken, nachdem bekannt wurde,
dass die US-Ölreserven in der vergangenen Woche überraschend um 2,6
Millionen auf 456,2 Millionen Barrel gestiegen waren. Volkswirte
hatten einen Rückgang erwartet. «Mit einem überraschenden Anstieg der
Lagerbestände und ausbleibender Anzeichen irgendeiner Dämpfung des
Angebots setzt sich der Abwärtsdruck fort», sagte Michael McCarthy,
Chefstratege bei CMC Markets in Sydney.
Die Ölpreise befinden sich bereits seit Anfang Juli mehr oder weniger
stark auf Talfahrt. Ursache ist ein zu hohes Angebot auf dem
Weltmarkt. Vor allem die hohen Fördermengen der Organisation Erdöl
exportierender Länder (Opec) und die Schieferölproduktion in den USA
sorgen für die Ölschwemme.