Anti-NATO protest in Montenegro/dpa

Noch kein Krieg, aber eine NATO-Erweiterung nach Osten

In Montenegro geht man davon aus, dass schon im April alle Verhandlungen abgeschlossen sein werden und man hofft auf die Zustimmung von allen 28 Mitgliedsstaaten.

Selbstverständlich, ist die Militärkraft des Kleinstaates für die europäische Sicherheit und die Stärkung der Allianz unentbehrlich. 2.000 montenegrinische Soldaten, die eine Bevölkerung von 600.000 Menschen beschützen, werden auch die NATO-Außengrenzen schützen können, meint man in Brüssel.

Nein. Es ist offensichtlich, dass die Aufnahme von Montenegro keine Verstärkung der Allianz nach sich zieht. Was ist also der Sinn dieser neuen - teueren und unverständlichen - NATO-Erweiterung?

Neben den erneuten Verschlechterung der Beziehungen mit Russland wird dieser Schritt den ohnehin recht wackligen Bau der Eurosicherheit nur noch mehr ins Wanken bringen.