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Muss Juzenjuk gehen?

Von Alexander Guschin, Dozent an der Fakultät der Länder des Postsowjetischen Auslandes des Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität, Russian International Affairs Council - Experte.

 

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Die „Vaterlandspartei“ legt merklich zu, während die „Volksfront“ arg einstecken musste und sich irgendwo bei zwei Prozent wieder findet. Die Umfragen sagen, dass, wenn im März vorzeitige Präsidentenwahlen statt finden würden, 25 Prozent der Ukrainer im zweiten Wahlgang Julia Timoschenko ihre Stimme geben würden und nur 16 Prozent dem amtierenden Präsidenten. 

Die zweite Möglichkeit - sie gilt als die am ehesten wahrscheinliche - Wolodymyr Grojsman, der Parlamentspräsident, wird Arsenij Jazenjuk auf dem Premiersessel ablösen. Für Moskau könnte das möglicherweise auf eine größere Nachgiebigkeit von der Seite Kiews hindeuten, eine weniger scharfe antirussische Rhetorik, auch wenn der Premier nicht die Außenpolitik bestimmt. Für Poroschenko würde die Ernennung Grojsmans zwar eine Stärkung seiner Position bedeuten, gleichzeitig aber auch eine größere Verantwortung nach sich ziehen. 

Die dritte Möglichkeit - die jetzige Finanzministerin Natalija Jaresko wird zur Premierministerin ernannt. Sie hat bereits verlauten lassen, dass sie bereit ist eine Regierung aus Technokraten zu bilden, um die Ukraine aus der Krise zu führen. Ihr Versprechen löst angesichts des momentanen Zustands der ukrainischen Wirtschaft eine gesunde Skepsis aus. 

Für Moskau wiederum brächte ihre Ernennung keine nennenswerte Änderung - die Ukrainische Außenpolitik bliebe im Grundsatz die gleiche, allerdings würde die ukrainische Regierung im höheren Maße von den westlichen Faktoren abhängen - insgesamt wäre diese Variante also eher schlechter. 

Material aufbereitet von Darja Chaspekova, Chef-Redakteurin der RIAC-Website und Maria Smekalowa, Redakteurin der RIAC-Website.