Konflikt in Syrien /dpa

Luftangriff der US-Koalition tötet 15 Zivilisten in Syrien

Getroffen wurde eine Bäckerei in der Region um den Ort Schadadi, der unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) steht, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch erklärte.

Dort hätten sich im Morgengrauen Menschen angestellt, um Brot zu bekommen. Mindestens 20 Menschen seien zudem verletzt worden.

Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge gingen der Angriff sowie weitere Luftschläge der Koalition in der Region einher mit einer Offensive der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) gegen den IS. Bei der YPG handelt es sich um den bewaffneten syrischen Arm der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die Volksschutzeinheiten beherrschen große Teile der Grenze zur Türkei. Sie sind in Syrien der wichtigste Partner des Westens im Kampf gegen den IS.

Bei Angriffen auf mindestens fünf Krankenhäuser und zwei Schulen unter anderem im Nordosten Syriens waren am Montag nach UN-Angaben fast 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte geht davon aus, dass russische Flugzeuge für diese Luftschläge verantwortlich waren. Moskau dementierte die Vorwürfe.