Kurden-Regierung im Irak: Keine Waffen aus Deutschland in PKK-Händen

Erbil (dpa) - Die Kurden-Regierung im Nordirak hält es für
ausgeschlossen, dass für sie bestimmte Waffen aus Deutschland an die
verbotene türkische Arbeiterpartei PKK weitergereicht werden. «Wir
tun alles, damit die Waffen bei uns bleiben», sagte der kurdische
Peschmerga-Minister Mustafa Sajid Kadir der Deutschen Presse-Agentur.
«Und wir können garantieren, dass sie nicht in falsche Hände
geraten.» So sei der kurdischen Regionalregierung genau bekannt, wer
welche Waffen bekommen habe. «Wer Waffen unerlaubt weitergibt, wird
zur Rechenschaft gezogen», sagte er. 

Deutschland und andere Staaten beliefern die nordirakischen Kurden im
Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Waffen. So
haben die Peschmerga von der Bundesregierung die Panzerabwehrwaffe
Milan, Panzerfäuste sowie Sturmgewehre erhalten. Die Bundeswehr
bildet außerdem Peschmerga-Kämpfer aus.

Die PKK unterstützt Nordiraks Kurden im Kampf gegen den IS, steht
aber auf der Terrorliste der EU. Derzeit bekämpft sich die
Arbeiterpartei wieder mit dem deutschen Nato-Partner Türkei.
Türkische Jets bombardierten in den vergangenen Tagen mehrfach
PKK-Stellungen. «Die kurdische Regionalregierung ist nicht Teil
dieses Konflikts», sagte Kadir. «Sie setzt sich für einen Dialog und
Frieden zwischen der Türkei und der PKK ein.»