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Kommentar: Barack Obama und Angela Merkel am Brandenburger Tor

Ex-US-Präsident Barack Obama, fragwürdiger „Friedensnobelpreisträger“, und Angela Merkel leben zweifellos von unterschiedlichen Gottesvorstellungen und werden durch Ihre Mithilfe auf dem Kirchentag in Berlin in keiner Weise kongruent.

Roland R. Ropers, Sprach- & Kulturphilosoph, Kolumnist WORLD ECONOMY

Ex-US-Präsident George Bush wurde von „seinem Gott“ instruiert, er solle den Irak-Krieg führen; Ex-Papst Benedikt XVI bekam einen Anruf von „seinem Gott“, er solle von seinem Amt zurücktreten. Bei seinem Besuch im KZ Auschwitz hatte Papst Benedikt seinen obersten Dienstherrn öffentlich angeklagt: „Wo warst Du, Gott?“

Barack Obama sagte bei der UN-Vollversammlung im September 2016:„Wir können alle Gottes Kollegen sein!“

Soll nun in Berlin an Christi Himmelfahrt 2017 ein für alle Menschen verbindlich gemeinsamer Gott definiert werden? Es ist kaum noch zu ertragen, wie Sie in Ihren Kreisen mit der Pseudoexistenz eines Ihnen nicht bekannten männlichen Gottes umgehen. 

Zu einer gemeinsamen Abendmahlsfeier mit Ihren katholischen Glaubensbrüdern und –Schwestern sind Sie aufgrund angeblicher theologischer Differenzen nicht fähig. Für die evangelische Pastorentochter Angela Merkel wird der „politisch-christliche Himmelfahrtstag 2017“ sicherlich ein willkommener Beginn für ihren Wahlkampfsommer. Der katholische SPD-Widersacher Martin Schulz müsste schon Papst Franziskus in ähnlicher Weise instrumentalisieren, am besten kurz vor der Bundestagswahl an Maria Himmelfahrt am 15. August  – aber das wird ihm nicht gelingen.

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