Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace projizieren am 08.06.2015 bei Garmisch-Partenkirchen (Bayern) auf den Waxenstein im Zugspitzmassiv "G7". Foto: Felix Kästle/dpa

G7-Gipfel 2015 - Demonstranten, Foto: Felix Kästle/dpa

Klimaschutz und Terror - Die Schwerpunktthemen zum G7-Abschluss

Die Schwerpunkt-Themen:

TERRORISMUS: Die Bedrohung durch den islamistischen Terror und den
Islamischen Staat (IS) destabilisiert eine ganze Region. Kanzlerin
Angela Merkel hat deswegen unter anderem Iraks Ministerpräsident
Haidar al-Abadi, den tunesischen Präsidenten Béji Caïd Essebsi und
den neuen nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari eingeladen.
US-Präsident Barack Obama plant ein gesondertes Treffen mit Al-Abadi,
neue Zusagen über Waffen oder andere Unterstützung sind dabei aber
nicht zu erwarten.

AFRIKA: Bei der Runde mit den afrikanischen Gästen steht auch die
Vorbereitung der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung Mitte Juli
in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba an. Die G7-Staaten wollen
Afrika bei Reformen unterstützen und so die Grundlagen für Frieden,
Sicherheit, Wachstum und nachhaltige Entwicklung stärken.

KLIMA: Für den Weltklimagipfel Anfang Dezember in Paris soll es
Impulse geben. Merkel hat aber die Erwartungen gedämpft: «Das sind
schwierige Verhandlungen.» Vor allem Japan sperrt sich aus
innenpolitischen Gründen gegen konkrete Zusagen. Kurz vor dem
G7-Gipfel war noch nicht einmal klar, ob im Abschlussdokument das
Zwei-Grad-Ziel auftaucht. Damit soll die Erderwärmung gegenüber der
vorindustriellen Zeit auf höchstens zwei Grad begrenzt werden. Die G7
sollen sich dafür einsetzen, dass sich mehr arme Bauern mit einer
Klimaversicherung gegen Naturkatastrophen schützen können.

ENTWICKLUNG: Bei der Entwicklungsdebatte geht es um die Vorbereitung
des UN-Sondergipfels zur «Post 2015»-Agenda im September in New York.
Das Folgeabkommen für die 2015 auslaufende Millenniums-Agenda soll
Entwicklungsziele erstmals mit ökologischer Nachhaltigkeit verbinden.
Berlin will, dass die G7 den Vorschlag machen, 500 Millionen Menschen
bis zum Jahr 2030 aus Hunger und Mangelernährung herauszuholen.
Derzeit leiden demnach 1,2 Milliarden Menschen Hunger, weitere 800
Millionen sind von Mangelernährung bedroht.

GESUNDHEIT: Angesichts der Ebola-Epidemie in Westafrika will sich
Berlin für einen koordinierteren Kampf gegen Tropenkrankheiten stark
machen. Beim Ziel, die Wirksamkeit von Antibiotika trotz immer mehr
Resistenzen zu erhalten, geht es um gleiche Standards beim Umgang mit
den Medikamenten und um Wechselwirkungen zwischen Mensch und Tier.

UMWELT: Die G7 wollen einen Aktionsplan gegen die zunehmende
Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll auf den Weg bringen.

GLEICHBERECHTIGUNG VON FRAUEN: Die berufliche Selbstständigkeit und
die Bildung von Frauen sollen gestärkt werden.