Teheran (dpa) - Iran und Frankreich wollen nach der Atom-Einigung vom
14. Juli die bilateralen Beziehungen wieder verbessern. «Dieser
Besuch soll die Missverständnisse zwischen den beiden Ländern
ausräumen und den Beginn für eine politische Ära ermöglichen», sagte
Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Mittwoch auf einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Kollegen Laurent
Fabius in Teheran. Besonders im Fokus stehe die Zusammenarbeit beider
Länder im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat, sagte Sarif.
Fabius sagte, dass er eine Einladung von Präsident François Hollande
für seinen iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani für einen
Staatsbesuch in Paris im November habe. Außerdem werde eine
französische Wirtschaftsdelegation im September in Teheran mit
iranischen Unternehmen Wirtschaftsprojekte prüfen.
Hollande hatte die Reise von Fabius als einen «Test» der künftigen
Beziehungen zum Iran bezeichnet. Laut Hollande sind mögliche
wirtschaftliche Beziehungen kein Rabatt für die politischen
Interessen Frankreichs. Bei den Atomverhandlungen der fünf
UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran hatte Frankreich eine
besonders harte Position eingenommen.