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Indien – im Wandel

Im Staat Gujarat (dort wurde Mahatma Gandhi geboren) z.B. leiden 9.000 Städte unter einer extremen Wassernot. Bei 45 Grad Hitze sind selbst Seen und Teiche ausgedorrt. Das ist allgemein nicht bekannt. 

Roland R. Ropers, Kolumnist WORLD ECONOMY , Sprach- & Kulturphilosoph, Begründer der ETYMOSOPHIE 

In manchen Gegenden von Gujarat ist seit 3 Jahren kein Regen mehr gefallen! In manchen Gebieten ist der Grundwasserspiegel auf 200 Meter gesunken. So tief sind auch die tiefsten Brunnen nicht.
Eine große Hungersnot scheint sich anzukündigen. Schon ist das meiste Vieh vieler Bauern verdurstet, schon lange sind ihre Felder nur noch tief eingerissene Böden, auf denen allenfalls noch Staub liegt, wo die rettende Ernte heranreifen sollte.

Weil die Felder trocken sind und keine Aussicht mehr auf eine Ernte und das Überleben ihrer Familie besteht, gibt es eine Selbstmordwelle unter ver- zweifelten Bauern in Andrha Pradesh. Sie haben sich, weil auch die Ernte des Vorjahres schlecht war oder ganz ausblieb, notgedrungen bei Banken und privaten Geldgebern schwer verschuldet und sehen nun keine Chance mehr, die Zinsen zurückzuzahlen. Am Ende steht oft die Leibeigenschaft als Sklave der Geldverleiher, das Elend von Hunger und Not oder Selbstmord als letzter Akt der Verzweiflung. 

Indien, der riesige Subkontinent mit inzwischen über 1 Milliarde Bewohnern, hat zumindest zwei Gesichter: das der besonders hochentwickelten Industriezone im früheren „Rentnerparadies“ Bangalore und das der Menschen, die vielleicht ab und an einen Blick auf ein Plakat mit einem zukunftsverheißenden Computer werfen können, in deren Dorf aber weder Kanalisation, noch Stromanschluss oder gar ein Telefon vorhanden ist. 

Das bitterarme Gesicht Indiens – es ist das fast aller Inder. 


Im südindischen Bangalore gibt es 70 Fachhochschulen und 11 Universitäten, die sich mit dem Thema Computer befassen, aber weniger als 0,025 Prozent der Inder haben Zugang zum Internet. 

In den etwa 640.000 Dorfgemeinden Indiens beherrschen ganz andere Themen als die Wunderwelt der Computer das Leben: Hunger, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kinderarbeit. 

 

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