Prag (dpa) - Zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau schreibt die liberale
Wirtschaftszeitung «Hospodarske noviny» aus Tschechien am Dienstag:
«Barack Obama hat sich auf dem Treffen der reichsten
Industrienationen am Fuße der Alpen wie zu Hause gefühlt. Gastgeberin
Angela Merkel gab sich ungewohnt locker - wohl auch deshalb, weil die
deutsche Kanzlerin niemanden mehr davon überzeugen muss, dass gerade
sie die führende Politikerin Europas ist. Der amerikanische Präsident
weiß, wen er anzurufen hat, um sich mit den Europäern auf etwas zu
verständigen. Dennoch gibt es innerhalb des mächtigsten Paares der
Welt klare Hierarchien, die sich auch in der Körpersprache zeigen:
Das ostentativ selbstbewusste Amerika sitzt mit ausgebreiteten Armen,
während Europa unsicher dasteht und über Details diskutiert.»
