Madrid (dpa) - Zum dritten EU-Hilfsprogramm für Griechenland schreibt
die liberale spanische Zeitung «El Mundo» (Madrid) am Freitag:
«Der ausgehandelte Pakt bannt die Gefahr, dass Griechenland die
Euro-Zone verlassen muss, und verhilft den Märkten zu Stabilität.
Griechenland wird allerdings zum Pfad des Wachstums nicht
zurückfinden, solange die EU nicht in der Lage ist, einen Plan zur
Ankurbelung der Wirtschaft aufzustellen. Dies war schon bei den
vorigen Programmen versäumt worden und ist nun dringend nötig.
Die Griechenland-Hilfe löst auch nicht das Problem des Euro. Es
müssen grundlegende Reformen eingeleitet werden, damit der Euro sich
als Währung konsolidiert. Dazu gehören die Schaffung einer
Wirtschaftsregierung für die gesamte Euro-Zone und eine Revision der
Rolle der Europäischen Zentralbank. Nur so kann verhindert werden,
dass Länder wie Italien oder Spanien in eine ähnliche Lage geraten
wie Griechenland.»