Archiv - Kiew am 22.05.2015. Foto WE/AS

Führung in Kiew und Separatisten streiten um Regionalwahlen

Donezk (dpa) - Trotz Widerstands der Regierung in Kiew halten die
prorussischen Separatisten in der Krisenregion Ostukraine an
eigenständigen Wahlen fest. Im Gebiet Donezk sollen am 18. Oktober
Vertretungen bestimmt werden, im benachbarten Luhansk am 1. November,
wie die Führungen der beiden selbst ernannten «Volksrepubliken» am
Freitag mitteilten.

Die prowestliche Regierung in Kiew lehnt den Vorstoß ab und will
stattdessen eine Abstimmung nach ukrainischem Recht abhalten. In der
restlichen Ukraine sind Kommunalwahlen am 25. Oktober angesetzt.

Präsident Petro Poroschenko hatte am Donnerstag ein umstrittenes
Wahlgesetz unterzeichnet, das die Separatistengebiete von
Regionalwahlen ausschließt. Eine Abstimmung in den abtrünnigen
Gebieten ist Teil des Minsker Friedensplanes.

Im Konfliktgebiet kam es nach Darstellungen von Militär und
Aufständischen wieder zu gegenseitigem Beschuss mit schwerer
Artillerie. Mindestens zwei Soldaten seien getötet worden, teilte die
Armeeführung in Kiew mit. Die Separatisten berichteten Agenturen
zufolge von mindestens einem toten Kämpfer.