Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem in letzter Minute abgesagten Streik
bei der Lufthansa sprechen das Unternehmen und die Flugbegleiter in
der kommenden Woche wieder miteinander. Es werde ab Montag um die
künftige Unternehmensstrategie, Versorgungsfragen und
Arbeitsplatzthemen gehen, erklärte ein Lufthansa-Sprecher
auf Anfrage. Die Kabinengewerkschaft Ufo will auf der Grundlage der
mehrtägigen Gespräche entscheiden, ob die Streikdrohung endgültig vom
Tisch ist.
Mit einem verbesserten Angebot zu den Betriebs- und Übergangsrenten
hatte Lufthansa Ende Juni die streikbereiten Flugbegleiter wieder an
den Verhandlungstisch geholt. Nach der gescheiterten Schlichtung zu
diesem Thema hatte Ufo mit einer Streikserie den ganzen Sommer
hindurch gedroht.
Eskaliert ist hingegen der parallele Tarifkonflikt mit der
Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Diese hat die
Gesamtschlichtung mit Lufthansa bereits im Stadium von
Sondierungsgesprächen für gescheitert erklärt und ihren
Streikverzicht aufgehoben. Einen konkreten Termin für ihre dann 13.
Streikrunde haben die Piloten noch nicht genannt, weil zunächst die
Mitglieder informiert werden müssten. Zudem soll die neu gewählte
Tarifkommission erstmals zusammentreten und die Lage bewerten.
