Dies werde Europa zwar etliche Milliarden mehr als bisher kosten, aber es sei dringend nötig, sagte Schäuble am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.
Die Krisen und Konflikte in Afrika und im Nahen Osten seien auch ein europäisches Problem, sagte Schäuble in einer Debatte zur «Zukunft Europas» mit den Regierungschefs von Frankreich, Griechenland und den Niederlanden. «Was dort schiefgeht, landet nicht in den USA oder in Australien, es landet in Europa.»
Der Streit in der EU über Verteilungsmechanismen für Flüchtlinge habe sich als fruchtlos erwiesen. Deshalb plädiere er für eine «Koalition der Willigen» - wer Geld geben könne zur Versorgung von Flüchtlingen in deren Region, der solle dies tun. Deutschland habe dafür derzeit mehr finanziellen Spielraum. «Ich werbe in meinem Land dafür, dass wir alles, was wir an Spielraum haben, mit anderen Europäern zusammen in die Region investieren», sagte der Minister.
