Wolfgang Schäuble. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Finanzministerium: Athen-Hilfen unverändert bei bis zu 86 Milliarden

Berlin (dpa) - Das Bundesfinanzministerium hat Spekulationen über
eine Aufstockung des dritten Hilfspakets für Griechenland
zurückgewiesen. Es bleibe unverändert bei der Obergrenze von bis zu
86 Milliarden Euro aus dem dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM, teilte
das Ministerium am Dienstag mit.

Die «Süddeutsche Zeitung» hatte zuvor berichtet, dass der
Finanzbedarf des hochverschuldeten Landes um weitere 6,2 Milliarden
Euro gewachsen sei und die Geldgeber nun von einer Gesamtsumme von
etwa 92 Milliarden Euro ausgingen. Diese 6,2 Milliarden Euro muss
Griechenland jedoch selbst aus Privatisierungserlösen decken, die
Summe ist nicht Teil der ESM-Hilfen.

Wie aus dem Antrag der Bundesregierung für die Abstimmung an diesem
Mittwoch im Bundestag hervorgeht, setzt sich der noch nicht gedeckte
Finanzbedarf Griechenlands von August 2015 bis August 2018 wie folgt
zusammen: 54,1 Milliarden Euro sind für den Schuldendienst, rund
sieben Milliarden Euro für den Abbau von Zahlungsrückständen, 7,6
Milliarden Euro zum Aufbau von Reserven und bis zu 25 Milliarden Euro
für die Rekapitalisierung von Banken vorgesehen.