Crisis in Greece. Photo: Socrates Baltagiannis/dpa

EZB-Rat Nowotny: Parallelwährung in Griechenland kann es nicht geben

Wien (dpa) - Die immer wieder im Griechenland-Drama diskutierte
Parallelwährung kann es EZB-Rat Ewald Nowotny zufolge nicht geben.
«Wenn ein Land im Euro ist, ist die Währung dieses Landes der Euro»,
stellte Österreichs Notenbankgouverneur und EZB-Ratsmitglied am
Freitag in Wien klar. Solange Griechenland Mitglied des Systems der
Europäischen Zentralbank (EZB) sei, «gilt das Monopol der EZB. Jedes
Geld, das außerhalb dieses Geldmonopols erzeugt würde, ist rechtlich
gesehen Falschgeld», sagte Nowotny, wie die Nachrichtenagentur APA
aus Wien berichtete.

Was in puncto Parallelwährung diskutiert werde, seien «vielleicht
ganz kurzfristige» Mittel in einer Notsituation, wie es etwa in
Kalifornien der Fall gewesen sei. «Dort hat die Regierung als
Vorgriff auf künftige Steuerverpflichtungen Zahlungsverpflichtungen
ausgegeben», sagte Nowotny vor Journalisten. «Das kann man vielleicht
eine Woche machen», mit Geld habe das aber nichts zu tun. Wenn ein
Land aus der Eurozone ausscheidet, könne es natürlich sein eigenes
Geld drucken lassen - «beim Drucker ums Eck, das hat mit uns nichts
mehr zu tun».