Madrid (dpa) - Die Zuspitzung der Krise in Griechenland bereitet der
Regierung des ebenfalls jahrelang krisengeschüttelten Euro-Landes
Spanien nach eigenen Beteuerungen keine Ansteckungssorgen. Die
viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone sei «sehr gut vorbereitet»
und vor einer Ansteckung geschützt, versicherte am Montag
Wirtschaftsminister Luis de Guindos.
Die Situation Spaniens sei im Vergleich zur griechischen «völlig
anders», sagte de Guindos im Interview des staatlichen Radiosenders
RNE. Vor einer Krisensitzung der Regierung von Ministerpräsident
Mariano Rajoy betonte er: «Zur Zeit wächst keine Wirtschaft in der
Euro-Zone so stark wie unsere. Und die Lage unserer Banken hat mit
derjenigen von vor drei Jahren überhaupt nichts mehr zu tun.»
Nach der Krisensitzung bekräftigte der Minister in Madrid, dass die
konservative Regierung «keinen Notfallplan» benötige. Er sei davon
überzeugt, dass Griechenland die Euro-Zone nicht verlassen werde.
Noch habe Athen Zeit, die Vorschläge der Geldgeber zu akzeptieren.
Nach dem Kollaps des Immobiliensektors hatte Spanien 2012 für seine
Banken bei der EU und beim Weltwährungsfonds (IWF) Hilfskredite in
Höhe von rund 41 Milliarden Euro in Anspruch nehmen müssen.
