Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Montag mit Verlusten in die
neue Handelswoche gestartet. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung
bei 1,0955 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am
Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den
Referenzkurs zuletzt am Freitag auf 1,0970 (Donnerstag: 1,0896)
US-Dollar festgesetzt.
Nach Einschätzung des Experten Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank
dürfte sich die Aufmerksamkeit der Märkte zum Wochenauftakt auf neue
Preisdaten aus der Eurozone richten. Am Nachmittag stehen die
deutschen Verbraucherpreise im Mai auf dem Programm. Volkswirte
rechnen mit einem Anstieg der Inflation. Seit März kämpft die EZB mit
einem milliardenschweren Kaufprogramm von Staatsanleihen gegen eine
zu niedrige Teuerung im Euroraum an.
Experte Dirk Gojny von der Nationalbank rechnet im Tagesverlauf aber
nicht mit größeren Kursbewegungen an den Märkten. Vor der
Zinsentscheidung der EZB am Mittwoch dürften sich die Marktakteure
seiner Einschätzung nach eher zurückhalten. Neben den Konjunkturdaten
werde auch die weitere Entwicklung im Schuldenstreit mit Griechenland
beachtet werden, so Gojny.