Euro bremst jüngsten Höhenflug

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag seine jüngste
Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage unterbrochen. Am Morgen
stand die Gemeinschaftswährung bei 1,1139 US-Dollar und damit etwas
niedriger als am Vorabend. Der Euro war gestern im New Yorker Handel
zeitweise über 1,12 US-Dollar geklettert. Zuvor hatte die
Gemeinschaftswährung sechs Handelstage in Folge zugelegt.

Die Turbulenzen in China und die Eingriffe der dortigen Zentralbank
hatten den US-Dollar jüngst zusätzlich belastet. Die kräftige
Abwertung des chinesischen Yuans und die schwachen Aktienmärkte
lassen Experten zufolge Zweifel an einer baldigen US-Leitzinserhöhung
aufkommen. Händler erklärten die Kursgewinne beim Euro unter anderem
mit der Sorge der Anleger, dass die US-Notenbank ihre erste
Zinserhöhung seit fast zehn Jahren wegen einer Konjunkturflaute in
China verschieben könnte. Noch rechnen viele Experten im September
mit der Zinswende in den USA. Am Nachmittag könnten Daten zum
Einzelhandelsumsatz in den USA für neue Impulse am Devisenmarkt
sorgen.