Madrid (dpa) - Zur Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank schreibt die linksliberale spanische Zeitung «El País» (Madrid) am Donnerstag:
«Die US-Notenbank beendet ihre Sonderpolitik, mit der sie die Finanzkrise bekämpft hatte. Sie geht davon aus, dass die Wirtschaft eine schrittweise Verteuerung des Geldes verkraften kann. Die Frage ist jetzt, mit welchem Tempo die nächsten Zinsanhebungen folgen werden. Die Entscheidung dürfte vor allem den aufstrebenden Staaten erhebliche Nachteile bringen.
Von dort werden nun Investitionen in die USA umgelenkt. Dennoch ist die Zinsanhebung angemessen. Die Europäische Zentralbank sollte dem Beispiel jedoch vorerst nicht folgen. Der Grund: Die US-Wirtschaft erlebt so etwas wie einen Aufschwung. Europa dagegen verharrt quasi in der Stagnation - und das trotz des Falls der Ölpreise.»