Einigung auf neuen EU-Topf für mehr Investitionen

Brüssel (dpa) - Nach langen Verhandlungen haben sich die
EU-Institutionen auf einen neuen Milliarden-Topf zur Förderung von
Investitionen verständigt. Das teilte die lettische
EU-Ratspräsidentschaft am Donnerstagmorgen nach elfstündigen
Verhandlungen in Brüssel über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Der neue Topf ist Kernstück des ehrgeizigen Wachstumsplans von
Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Der Kompromiss von Unterhändlern des EU-Parlaments und des
EU-Ministerrats - dort sind die EU-Staaten vertreten - muss später
noch von beiden Institutionen gebilligt werden. Der Wachstumsplan
soll bis Juni unter Dach und Fach sein.

Der neue Europäische Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) wird
nach früheren Angaben mit 21 Milliarden Euro ausgestattet.

Mit Hilfe des Fonds sollen Investitionen von insgesamt 315 Milliarden
Euro angeschoben werden - dieses Geld muss aber vor allem von
Privatinvestoren kommen. Mit dem Juncker-Plan will die EU vor allem
das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Umstritten war zwischen den
Institutionen lange die Finanzierung des neuen Topfes.