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Drohungen an die Redaktion: Das Projekt „Aerodynamic“ lebt

Im Arsenal der stolzen Nachfolger alter UPA-OUN Traditionen (Radikalnationalistische Ukrainische Organisationen ОУН-УПА ) findet sich der Standardsatz von Drohungen - von „schlichter“ Androhung physischer Gewalt bis hin zu einer Bombe im Auto oder im Büro. 

Von Dr. Alexander Sosnowski, Journalist, Chefredakteur World Economy

Auf die Autoren und Experten prasselten kurz nach der ersten Publikation <link http: www.world-economy.eu pro-contra details article cia-operation-aerodynamic-agenten-seriy-ceppelin-redwood-und-andere>(http://www.world-economy.eu/pro-contra/details/article/cia-operation-aerodynamic-agenten-seriy-ceppelin-redwood-und-andere/) mehrere Drohungen ein, sollten weitere Publikationen folgen.  

Wir nehmen diese Drohungen sehr ernst, sind aber fest entschlossen unsere journalistischen Recherchen weiter führen. Wir hoffen, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft in der Lage sein werden, die Meinungsfreiheit und physische Unversehrtheit unserer Journalisten zu gewährleisten. 

So haben wir entschieden die Drohungen gegen die Journalisten und Experten unserer Redaktion zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu bringen und bei Bedarf alle nötigen Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter zu verlangen.

Eine kurze Zusammenfassung, worum es bei dem Thema geht:

Die Bandera-Fraktion der ukrainischen Nationalisten (OUN/B) hatte sich 1940 von der OUN abgespalten und den mit der Waffen-SS kollaborierenden Stepan Bandera zu ihrem Anführer ernannt. Nach dem Krieg bestand dieser Flügel zu einem bedeutenden Teil aus Nazi-Kollaborateuren, die sich während des Zweiten Weltkrieges der Waffen-SS angeschlossen hatten. Diese Veteranen, denen für die Kooperation mit der CIA die Absolution erteilt worden war, hatten die ukrainische Sowjetrepublik gemeinsam mit den deutschen Besatzern am Ende des Krieges verlassen und wurden nun im Kalten Krieg im Zuge des „Projektes Aerodynamic" instrumentalisiert. Bis heute findet man nationalistisch ausgerichtete Sympathisanten dieser Bewegung in der Ukraine, wobei Bandera als Nationalheld staatlich verehrt wird. Etwa 30.000 Angehörige der UPA setzten den im Zweiten Weltkrieg begonnenen Kampf gegen die kommunistischen Funktionäre, die Polizei, aber auch gegen die überlebenden Juden in der Ukraine fort. Diesem fielen bis 1951 bis zu 35.000 Menschen zum Opfer. 

In den 60er Jahren, nachdem die paramilitärische Operation im Untergrund missglückt war, ging der US-amerikanische Geheimdienst zu einer anderen Strategie über. Verstärkte Propagandaaktivitäten sollten einen „Informationskrieg“ im Land entfachen. Von da an, arbeitete eine Propaganda-Zentrale im Herzen von New York an der Herstellung von Büchern, Flugblättern und anderer Werke, die mit Unterstützung der ZPUHVR in die Ukraine geschmuggelt wurden. Linke Kritiker des Kommunismus, aber auch überzeugte Kommunisten, die Moskaukritisch eingestellt waren, standen von da an auf den Gehaltslisten des CIA. 

Dokumente bezeugen eine aktive Zuwendung dem Projekt Aerodynamic in den 70-er Jahren. Namhafte europäische Journalisten wurden engagiert, um dem Programm mehr Seriosität und Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Vor kurzem verlautbarte Victoria Nouland (USA), die Staatssekretärin für Europa und Eurasien , vor dem US-Kongress die Kosten für die immer noch andauernde Operation. Ca. fünf Milliarden US-Dollar sind für die Operation, die wir jetzt ganz sicher „Operation Ukraine“ nennen können, insgesamt geflossen.

Nun werden verschiedene durch die CIA freigegebenen Dokumente, die früher mit dem „Geheim“ - Stempel in Schubladen lagen, von Journalisten und Experten begutachtet. Mehrere solcher Papiere hat sich auch World Economy ganz genau angeschaut. 

Viele bis heute unbekannte Fakten lassen uns vermuten, dass eine direkte Verbindung zwischen „alten“ und „neuen“ Nationalisten in der Ukraine existiert. Es sind Fakten über Personen, die von den Amerikanern zunächst als Nazis und Kriminelle eingestuft wurden und nur ein wenig später auf den Gehaltslisten der CIA standen.

Fortsetzung folgt…