Washington (dpa) - Der Begriff «Freedom of Navigation» bezeichnet ein militärisch-diplomatisches Programm der USA. Seit 1983 üben die Vereinigten Staaten das Recht auf Überflug und Passage in Seegebieten weltweit aus. Damit protestieren sie gegen die aus ihrer Sicht überzogenen Gebietsansprüche anderer Länder, etwa China und Iran, aber auch Argentinien und Indien. Die USA entsenden nicht nur Kriegsschiffe und Flugzeuge in die jeweiligen Territorien, sondern schicken auch diplomatische Protestschreiben. In einigen Fällen kam es zu militärischen Konfrontationen.
Die sogenannte Navigationsfreiheit, wonach Schiffe auf Hoher See freie Fahrt genießen, ist ein elementarer Bestandteil des UN-Seerechtsübereinkommens von 1982. Die USA haben den Vertrag zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert.